Mittwoch, 19. September 2012

Der Herr aller Dinge

Infos zum Buch:
Der Herr aller Dinge
von Andreas Eschbach
Verlag: Lübbe Audio
Laufzeit: 23Std 46min (ungekürzt)
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: B0083JDZLQ
39,95€ bei Amazon
Klappentext:
Als Kinder begegnen sie sich das erste Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an trennt sie der soziale Unterschied. Doch Hiroshi hat eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt tilgen könnte. Als er und Charlotte sich wiederbegegnen, sieht er dies als Zeichen, dass sie miteinander verbunden sind. Er beschließt, seine Idee umzusetzen und die Welt zu verändern - denn nur so, sagt er sich, wird er Charlottes Liebe gewinnen.
Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn auf die Spur eines uralten Geheimnisses: Es hat schon einmal eine Zivilisation gegeben - und sie hat das schrecklichste Verbrechen begangen...
[Quelle: Audible]

Ich schätze Andreas Eschbach ja inzwischen sehr, auch wenn ich noch nicht allzu viel von ihm gelesen habe. Ich finde seine Ideen für Romane immer äußerst spannend. So auch bei diesem Buch, bei dem ich vorher absolut nicht wusste worum es ging..

Hiroshi Kato ist Halbjapaner und wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter in Tokyo auf. Sie wohnen neben der französischen Botschaft und Hiroshi schließt bald Freundschaft mit der Tochter des Botschafters. Etwas verbindet die Beiden so sehr, dass sie sich nicht darum kümmern, dass ihre Eltern diese Freundschaft nicht gutheißen.
Charlottes Eltern haben Angst, dass ihre Tochter es nicht verkraftet wieder einen Freund zu verlieren. Durch das häufige Umziehen ist das schon einmal passiert und ihre Zeit in Tokyo ist von Anfang an begrenzt.
Hiroshis Mutter dagegen hat eine unumstößliche Abneigung gegen reiche Leute. Weshalb erfährt Hiroshi erst viel viel später, aber diese Abneigung veranlasst ihn darüber nachzudenken wie man es anstellen muß damit alle Leute reich sein können.
Schon als Kind beginnt er eine Lösung für das Problem zu sehen und schreibt seine Ideen in ein Notizbuch. Während er heranwächst entwickelt er seine Ideen weiter. Schließlich als Student und dank einer glücklichen Begegnung beginnt er seine Vision zu verwirklichen.
Charlotte hat eine besondere Gabe, wenn sie Dinge berührt, kann sie ihre Geschichte lesen. Damals in Tokyo hat sie bei dem Besuch eines Schreins ein Messer angefasst, dass unglaublich alt war. So alt, dass sich seitdem in ihrem Kopf der Gedanke festgesetzt hat, dass die Entwicklungsgeschichte der Menschen so nicht stimmen kann. Also hat sie sich entschlossen Anthropologie zu studieren. Bei einer Party in Harvard trifft sie zufällig wieder auf Hiroshi. Sie hatten sich nach der Abreise von Charlottes Familie aus Tokyo nicht mehr gesehen.
Charlotte erzählt Hiroshi das erste Mal davon was sie gespürt hat als sie das Messer berührte. Kurz darauf trennen sich ihre Wege wieder. Aber ihr Schicksal ist noch immer miteinander verflochten und so treffen sie sich oft wieder.
Beide arbeiten an ihren Träumen und stoßen dabei auf erhebliche Schwierigkeiten, bis es durch eine unglückliche Fügung auf einer russischen Polarinsel dazu kommt, dass Hiroshi seinem Ziel so nahe ist wie nie zuvor.
Doch damit fangen die Probleme erst richtig an..

Wie schon erwähnt hatte ich keine Ahnung was mich erwartet. Umso überraschter war ich als das Buch zu Anfang in Tokyo spielte. Ich kannte alle genannten Orte bis auf den Schrein und befand, dass Andreas Eschbach gut recherchiert hat. Nur bei der tiefen Verbeugung hat er meines Erachtens einen kleinen Fehler gemacht. Aber das sei geschenkt. (Sorry kleiner Insider ^_-)
Den Aufbau der Geschichte fand ich äußerst gelungen. Man beginnt in der Kindheit von Hiroshi und Charlotte und bekommt dann aber nur die Perioden ihres Lebens erzählt, die wirklich spannend sind. Ist in der Zwischenzeit etwas wichtiges geschehen, wird es irgendwann später in einem Gespräch erwähnt. Die Lösungen der vielen Fragen, die sich der Leser stellt, werden nur nach und nach enthüllt und die wichtigste Frage selbstverständlich erst ganz zum Schluß. So bleibt das Buch durchweg spannend, bis auf vielleicht einige wenige Abschnitte. Ich hatte eigentlich zu keiner Zeit das Gefühl das Buch sei langatmig.
Von der Technik, die in dem Roman beschrieben wird, verstehe ich zu wenig als dass ich sie beurteilen könnte, also lasse ich das. Man darf aber natürlich nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen Science Fiction Roman handelt, auch wenn er sich sehr auf unsere Zeit und Welt bezieht (so wird einer der Charaktere zum Beispiel mit dem Aussehen von Cpt. Jack Sparrow alias Johnny Depp beschrieben).

Der Sprecher, Sascha Rotermund, war sehr angenehm zu hören. Die Stimmen hat er nicht sonderlich verschieden klingen lassen aber das stört nicht denn man weiß eigentlich immer wer gerade spricht. Ich würde nicht vor einem weiteren Hörbuch mit ihm als Sprecher zurück schrecken.

Kommentare:

  1. Was ein Zufall. Ich habe gerade gestern mit dem Hörbuch begonnen.
    Ich hoffe mal, dass es mir dann am Ende genauso gut gefällt wie dir :)

    Grüße
    Asaviel

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  2. Ich warte gespannt auf deine Rezension ^_-

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