Montag, 12. März 2012

Der dunkle Pfad

Infos zum Buch:
Der dunkle Pfad
von Walter H. Hunt
Verlag: Heyne
443 Seiten
Erscheinungsjahr: 2006
ISBN: 3453522265
ab 2,37€ bei Amazon
Klappentext:
Über Jahrzehnte waren Menschen und die vogelartigen Zor erbitterte Feinde, die sich gegenseitig auslöschen wollten. Nun sind sie enge Verbündete - denn der Galaxis droht eine Gefahr, wie sie bisher unvorstellbar schien: Eine unbekannte Alienrasse attackiert die Außenposten des Imperiums. Und das nicht nur mit militärischen Mitteln - mit perfiden PSI-Kräften dringen die Außerirdischen in das Bewusstsein ihrer Gegner ein. Den Streitkräften der Allianz bleibt nur eine Möglichkeit: Sie müssen die Angreifer mit ihren eigenen Waffen schlagen...

 
Und wieder ein Buch für die Science Fiction Challenge. Man merkt, ich möchte sie unbedingt abschließen ^_-

Die Menschen und die Zor, vor gar nicht so vielen Jahren noch Todfeinde nun aber Verbündete, sehen sich einem neuen gemeinsamen Feind gegenüber.  Am äußeren Rand des Imperiums liegt Cicero. Von dort werden ab und zu Expeditionen geflogen um die Daten der Großen Vermessung zu überprüfen. Als eines der Schiffe nicht aus dem Sargasso System zurückkommt, schickt die Imperiale Navy einen Offizier und das Hohe Nest der Zor ihren gyaryuhar.
Der Offizier will dem Verschwinden auf den Grund gehen und fliegt mit drei großen Kriegsschiffen nach Sargasso. Doch nur das Schiff des Offiziers kommt in einem erbärmlichen Zustand zurück. Alle Fühlenden an Bord wurden von der eigenen Mannschaft getötet, der Offizier ist verrückt geworden und der Rest der Crew ist psychisch auch in einem desolaten Zustand. Für den Commodore von Cicero ist klar, alle vier Schiffe müssen Kontakt mit bisher unbekannten Lebensformen gehabt haben. Darin bestätigt sie auch der gyaryuhar. Außerdem stimmen zwar die Koordinaten von der Großen Vermessung über Sargasso und die Daten der Erkundungstrupps überein, aber das Sonnensystem ist ein anderes.
Schnell wird klar, dass auch auf Cicero schon Aliens sind, die sich als bekannte Crewmitglieder tarnen. Zusätzlich können sie sich Menschen mental unterwerfen. Commodore Laperierre gibt Cicero auf um die restlichen Menschen zu schützen und wird dann in einen unglaublichen Strudel verwirrender Ereignisse gezogen. In der Navy wartet ein Kriegsgericht auf sie, doch die Zor machen sie zum Avatar eines ihrer Helden und lassen sie dessen Legende noch einmal erleben..

Na? Verwirrend? Und ob!
Zumindest der Anfang. Den Prolog habe ich trotz mehrmaligen Lesens nicht verstanden. Zu viele Zor-Begriffe für die es keine Erklärung gab. Das erste was ich geguckt habe war, ob hinten im Buch ein Glossar mit Worterklärungen zu finden war, aber leider nein. Man musste sich also mühsam durch quälen ohne ein Wort zu verstehen. Nachdem der Prolog geschafft war, ging es dann leichter und Stück für Stück konnte ich mich in die Geschichte und die Zor-Mythen einfinden ohne zu verzweifeln.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht was der Autor mit seinem Stil genau bezwecken wollte. Ich vermute er wollte dem Leser die Zor so fremdartig erscheinen lassen wie Aliens nun mal wahrscheinlich sind, aber ich fühlte mich einfach wie im Regen stehen gelassen. Zum einen wird rein gar nichts um die Zor erklärt und zum anderen wirken sie dann doch wieder menschlich. Etwas, das meiner Meinung nach einfach nicht zusammen passte. Vor allem weil zu oft darauf hingewiesen wurde wie leicht es ist einen Zor zu kränken eben weil Menschen und Zor so verschieden sind.
Auch der Kampf gegen den großen unbekannten Feind wirkt noch etwas farblos. Man erfährt bis zum Schluß dieses Bandes gerade mal, dass es sich wohl um zwei Spezies handelt und eine von den anderen benutzt wird und dass man sich vor der Gedankenkontrolle mit Hass schützen kann.
Motive erfährt man nicht.
Weil dies der zweite Band einer vierteiligen Serie ist, bekommt man nichts über das Aussehen der Zor mit. Alles muß sich der Leser über kleine Andeutungen selbst zusammen reimen. Dabei liegt zwischen erstem und zweitem Band eine Spanne von sehr sehr vielen Jahren, so dass man einen leichteren Quereinstieg eigentlich ohne Probleme hätte ermöglichen können. Einfach durch kurze Erklärungen. Hätte ich den ersten Band gelesen hätte ich vielleicht nachvollziehen können weshalb General Mareis ein Held der Zor ist und ich würde die Zor besser verstehen, aber wichtig für die Handlung in diesem Buch ist das alles eigentlich nicht.

Im Großen und Ganzen konnte ich mich doch noch in die Geschichte einfinden. Später wurde auch der eine oder andere Zor-Begriff erklärt und die Legende von Qu'u mutete nicht mehr so seltsam an. Wie der Autor aber plant durch die Nacherzählung dieser Legende den Feind zu besiegen ist mir schleierhaft und wird es für mich auch bleiben. Den dritten Teil werde ich nicht lesen, es warten viel zu viele gute Bücher darauf gelesen zu werden.


Eigentlich wollte ich noch weniger Punkte geben. Gab dann doch mehr, da es sich nunmal um den zweiten Teil einer Reihe handelt und ich deshalb vielleicht Schwierigkeiten bei dem Buch hatte.

Dieses Buch zähle ich für Station
♂  Mars

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