Mittwoch, 29. Februar 2012

Solarstation

Infos zum Buch:
Solarstation
von Andreas Eschbach
Verlag: Audible(Bastei Lübbe)
Laufzeit: 9 Std
Erscheinungsjahr: 2011
9,95€ bei Audible
Klappentext:
Im Jahr 2015: Hauchdünn und kostbar sind die Sonnensegel der japanischen Solarstation NIPPON. Von ihnen aus wird die Erde mit Energie versorgt. Als die Energieübertragung versagt, denken Leonard Carr und die Mannschaft der Station zuerst an eine technische Panne. Doch dann geschieht ein Mord, und ein fremdes Raumschiff dockt widerrechtlich an. Entsetzt erkennt die Besatzung, dass sie Spielball in einem Plan ist, der die Station zu einer nie dagewesenen Bedrohung für die Erde werden lässt. Leonard hat nur eine Chance gegen die kalte Präzision, mit der seine Widersacher vorgehen: Er kennt alle Geheimnisse der Solarstation und weiß beim Kampf, die Gesetze der Schwerelosigkeit für sich zu nutzen...
[Quelle: Audible]
 
Ein Krimi im Weltall. Ehrlich gesagt war mir nach der Kurzbeschreibung nicht so ganz klar was auf mich zukommt, keine Ahnung wieso, denn eigentlich steht da ganz deutlich drin um was für eine Art Buch es sich handelt..
Auch wenn Krimis/Thriller (kann mir jemand bitte mal den Unterschied erklären?) nicht so ganz mein Lieblingsgenre sind, hat mir das Hörbuch Spaß gemacht.

Eigentlich ist alles wie immer auf der "Nippon", wäre da nicht das klitzekleine Problem, dass die Raumstation ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllen kann.. Sie versorgt durch ihre Solarsegel die Erde mit Energie, doch seit einiger Zeit kommt die Übertragung nicht mehr zustande. Als dann auch noch der fähigste Techniker der Station erschossen wird, läuft die Situation vollends aus dem Ruder.
Der Kommandant vertraut nur einem völlig, dem "Hausmeister" Leonard Carr. Dieser macht sich auf die Spur nach dem Mörder und durch seine erstaunlich gute Kenntnis der Station kommt er bald schon dahinter, wer die Tat zumindest nicht begangen haben kann. Als dann noch die Station von einer Gruppe Terroristen übernommen wird, muß sich Leonard auf seine Wurzeln als Soldat besinnen um ein Unheil von der Erde abzuwenden.

Das erste, das mir an diesem Buch aufgefallen ist, waren natürlich die japanischen Ausdrücke, die einem ständig wieder über den Weg liefen. Wie es der Zufall nun so will kenne ich mich ein wenig im Japanischen aus und finde es sehr traurig, dass sich der Sprecher nicht die Zeit genommen hat/ nehmen konnte um die korrekte Aussprache zu recherchieren. Da es sich nur um eine Handvoll Ausdrücke handelt, die sich oft wiederholen, hätte das doch eigentlich möglich sein sollen.
Mich hat die Aussprache wirklich ein wenig auf die Palme gebracht, da ich häufig erstmal überlegen musste, welches Wort sich jetzt hinter der Aussprache verbarg und ich somit vom weiteren Geschehen abgelenkt war. Das ist natürlich mein persönliches Problem und wird anderen wohl nicht so übel aufstoßen. Ansonsten kann ich höchstens sagen, dass die Worte im deutschen Kontext passend waren, auch wenn ein Japaner sie so wahrscheinlich oft nicht verwendet hätte. Nur ein grober Fehler hat sich eingeschlichen und das war das "moshi moshi", das man nur am Telefon benutzt, nicht wenn man der Person mit der man spricht gegenüber steht.
Sehr erfrischend an diesem Buch fand ich, dass die Geschichte in gar nicht ferner Zukunft spielt.  Als sie gedruckt wurde lagen die Ereignisse nur etwa 20 Jahre voraus. Die Technik hat Hand und Fuß und ist heute tatsächlich noch aktuell.
Natürlich hat sich die Welt nicht ganz so drastisch entwickelt und die Japaner können nur davon träumen Weltmacht zu sein, aber damals konnte man fast noch davon ausgehen, dass Japan einmal derart im Mittelpunkt stehen könnte. Und auch der erwähnte Krieg der arabischen Staaten liegt heutzutage plötzlich wieder mal gar nicht mehr so fern, wenn auch nicht aus den von Eschbach erdachten Gründen. Dieses Buch ist Weltraum Science Fiction, die ohne Außerirdische oder die Reise zu fernen Planeten auskommt und das finde ich wirklich spannend.
Man konnte die Geschichte wie einen actionreichen Hollywoodfilm auf sich wirken lassen. Verspricht also kurzweiliges Lese- bzw. Hörvergnügen.

Der Sprecher, Sascha Rotermund, war sehr angenehm zu hören. Ich würde wieder ein Hörbuch mit ihm als Sprecher kaufen, nur dann eins in dem keine Fremdsprache auftaucht..

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