Sonntag, 15. Januar 2012

Die Alchemie der Unsterblichkeit

Infos zum Buch:
Die Alchemie der Unsterblichkeit
von Kerstin Pflieger
Verlag: Goldmann
345 Seiten
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 3442474833
12€ bei Amazon
Klappentext:
"Wenn Sie Lebend ankommen wollen, tun Sie, was ich sage."

Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch die finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist.
Und ein Mord folgt auf den nächsten...

 
Langsam geht es wieder voran, ich habe doch tatsächlich nur einen Monat gebraucht um dieses Buch zu lesen *hust*
Ich hatte es bei einem Gewinnspiel gewonnen und war wirklich sehr neugierig auf den Inhalt, nur leider zog sich ja 1Q84 derart hin, dass ich erst jetzt dazu komme die ganzen anderen Bücher aufzuarbeiten.

Der junge Inspektor Icherios Ceihn wird von dem Rosekreuzer Orden in den düsteren Schwarzwald entsendet um dort eine brutale Mordserie aufzuklären. Schnell kommt er dahinter, dass die Morde sowohl einen alchemistischen als auch einen persönlichen Hintergrund haben, doch wer der Mörder sein könnte, findet Icherios so schnell nicht heraus. Immer wieder wird er auf falsche Fährten gelockt und endet mit seinen Ermittlungen in Sackgassen.
Und wenn das nicht schon genug wäre setzen ihm auch die außergewöhnlichen Bewohner Dornfeldes ganz schön zu, bestehen sie doch nicht nur aus Menschen sondern auch aus Werwölfen und Vampiren..

Zu Beginn des Buches wird man in die Verhältnisse im 18. Jahrhundert eingeführt. Im gesamten Land herrscht Lebensmittelknappheit und man findet Armut und Tod in den Straßen von Karlsruhe.
Von dort aus verschlägt es den Leser in das Dunkle Territorium im Schwarzwald und nach Dornfelde wo von der Armut des restlichen Landes nichts zu spüren ist. Dennoch stellt man schnell fest, dass Dornfelde nicht das Paradies ist.
Kerstin Pflieger schafft es wirklich die Atmosphäre passend einzufangen und dem Leser zu vermitteln.
Ein wenig schwach kamen mir die Charaktere vor, ich habe zu keinem geschafft ein Gefühl der Verbundenheit aufzubauen. Nicht mal zu Ceihn, dem eindeutigen Hauptcharakter, den man am nächsten kennenlernt. Sohon, Rabensang und die Familie von Arken bleiben farblos und nur Kolchin lernt man etwas näher kennen. Das aber auch nur weil Ceihn in mag und sich sehr an ihn hält.
Negativ sind mir die, wie soll ich es nennen, romantischen Zusammenkünfte der verschiedenen Charaktere aufgefallen. Sie passten einfach nicht in das Gesamtbild des Buches. Teilweise fand ich sie plump beschrieben. Sexszenen sind sehr heikel und wenn sie nicht im richtigen Augenblick eingebracht werden und gut beschrieben sind, wirken sie nicht authentisch und machen meiner Meinung nach mehr kaputt als dass sie das Buch schmackhafter machen. Besonders übel stieß es mit auf als Ceihn von einer nackten Loretta träumte. 'Tschuldigung, aber so wie es beschrieben wurde fand ich es nur abstoßend.
Im großen und ganzen hatte das Buch viele Höhen und Tiefen. Manche Szenen waren wirklich toll beschrieben, wie zum Beispiel die Flucht vor dem Bären und anderen mangelte es wiederum an Tiefe.
Für einen Debutroman halte ich ihn aber wirklich gut gelungen. Die Geschichte war interessant. Ein Krimi, der in einer faszinierenden altertümlichen Welt angesiedelt ist und bei dem ich sagen konnte: "Ha! Die Tabula Smaragdina und Hermes Trismegistos kenne ich schon!" Ich freue mich immer wahnsinnig wenn ich Dinge lerne und in anderen Büchern wiederfinde.

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