Dienstag, 25. Dezember 2012

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! ..oder so..

Guten Morgen!
Bei euch ist noch der 25. Dezember, bei mir schon der 26. Trotzdem bin ich immer noch pünktlich.. Wenn auch zugegebenermaßen etwas spät..

Ich hoffe ihr hattet alle eine wunderschöne Adventszeit, einen ruhigen Heiligabend und einen besinnlichen ersten Weihnachtsfeiertag!

Leider mache ich mich in letzter Zeit auf diesem Blog ein wenig rar.. Es stehen einige Rezensionen aus (eine ist sogar fertig, Schande auf mein Haupt), aber irgendwie schreibe ich momentan hauptsächlich an einem anderen Blog. Es tut mir leid -.-
Mein Vorsatz für das neue Jahr: Blätterrauschen nicht vergessen!

Mein Weihnachten war dieses Jahr übrigens.. hm... anders :)

Wer möchte kann gerne einen Blick auf meinen anderen Blog werfen und lesen wie ich Weihnachten in Japan verbracht habe.

Ginkgoleafs Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Montag, 10. Dezember 2012

[Ich höre] 1Q84 Band 3

1Q84 Band 3
Als Tengo seinen komatösen Vater im Krankenhaus besuchen will, findet er in dessen Krankenbett eine Puppe aus Luft vor, die ein Abbild Aomames als junges Mädchen in sich birgt. Er greift nach ihrer Hand, und eine unsichtbare Verbindung entsteht. Fortan wartet Tengo darauf, der Puppe nochmals zu begegnen, doch vergebens. War das Signal nicht stark genug, um die zwischen Leben und Tod schwankende Aomame zu retten? Unterdessen setzt die gefährliche Sekte alles daran, um den Mord an ihrem Leader aufzuklären. Aomames Spur wird von einem so unheimlichen wie unangenehmen Agenten aufgenommen. Er ermittelt mit tödlicher Präzision, doch schließlich bringt er mehr in Erfahrung, als gut für ihn ist.


Eigentlich schreibe ich ja nichts zu Büchern, wenn ich sie gerade lese..
Aber hier mache ich doch mal eine Ausnahme. Da immer noch zwei Rezensionen ausstehen, mag ich nicht so lange warten bis die zu 1Q84 an der Reihe ist..

Die Geschichte in 1Q84 spielt in Tokyo. Und an der Stelle, an der ich gerade bin, ist zufälliger Weise Dezember. Nun.. wie ihr vielleicht wisst, wohne ich gerade in einer Nachbarstadt von Tokyo und es ist Dezember :)
Lustigerweise tauchen jetzt oft Elemente aus dem Buch auch in der Wirklichkeit auf. Ich glaube daran merkt man, wenn ein Autor Ortskenntnis besitzt..
Zum Beispiel trinkt einer der Charaktere in einer Bar einen Highball nach dem anderen. Vorgestern habe ich bei der Mülltour nun gleich eine Dose Suntory Highball entdeckt und gestern eine Highballbar in Roppongi.
Im Buch gab es gerade ein paar warme Tage, an denen sich die Menschen ohne Jacke in die Sonne setzten und das tolle Wetter genossen. Kaum ging aber die Sonne langsam unter, kam ein frischer Wind auf und es wurde kalt.
Genau dasselbe erlebe ich hier gerade auch. Die letzten beiden Tage, und heute auch, sind sehr schön und warm (wobei es heute wieder leicht kühler ist). Anstatt mit einem langärmligen Shirt, zwei Pullovern und einem gefütterten Parka zu arbeiten, konnte ich den Parka und einen Pullover den Tag über ausziehen.
Sobald die Sonne aber langsam hinter den Häusern verschwindet, wird es gleich viel kälter und man mümmelt sich wieder ganz dick ein. Vor allem wenn der Wind auffrischt..
Man hat hier auch noch nicht wirklich das Gefühl von Winter, es ist eher noch wie Herbst. Die Ginkgos sind noch nicht kahl und die Momiji (Ahorn) strahlen auch noch in den schönsten Rottönen.
Es ist wirklich toll, dass ich das erleben darf :)

Abschließend noch einmal zum Buch: Band 3 gefällt mir eindeutig besser als Band 1+2!

Dienstag, 20. November 2012

Schwarz (Der dunkle Turm)

Infos zum Buch:
Schwarz
von Stephen King
Verlag: Random House Audio, Deutschland
Laufzeit: ca. 8Std (ungekürzt)
Erscheinungsjahr: 2006
ISBN: 3453875567
7,95€ bei Amazon
Klappentext:
Auf der Suche nach dem mysteriösen "Dunklen Turm" durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, eine sterbende Welt, wo in endlosen Wüsten und Ruinenstätten Dämonen, Sukkubi, Vampire und Geistermutanten hausen...
[Quelle: Audible]

Ursprünglich hatte ich die damals sieben Bücher von einem Kollegen geliehen bekommen. Ich war anfangs extrem skeptisch, weil sie von Stephen King geschrieben wurden. Ich muß gestehen, dass ich seit ich den Anfang von Es heimlich als Kind gelesen hatte, einen großen Bogen um diesen Autor gemacht hatte. Seine Geschichten schienen mir immer zu gruselig.

Zu Beginn fiel es mir auch tatsächlich sehr schwer mich mit schwarz und dem Sprecher der Bücher anzufreunden.
Doch schnell hatte mich diese faszinierende neue Welt in ihren Bann geschlagen und ich habe ein Buch nach dem anderen verschlungen.

Ein Revolvermann verfolgt den Mann in Schwarz durch die Wüste. Die einzigen Lebenszeichen, die der Mann in Schwarz hinterlässt, sind alte Feuerstellen, sonst nichts.
Irgendwann erreicht der Revolvermann eine Ranch und der Rancher gewährt ihm Unterkunft, Essen und Wasser. Am Abend erzählt der Revolvermann wie er ganz alleine eine ganze Stadt ausgelöscht hat und wie es dazu kam. Nach dieser Geschichte hat der Revolvermann auch einen Namen, Roland.
Er verfolgt den Mann in Schwarz schon sehr sehr lange, aber nun hat er das Gefühl ihm endlich immer näher zu kommen.
Er macht sich wieder auf den Weg in die Wüste und dieses Mal ist Roland knapp vor dem Verdursten als ihn ein kleiner Junge an einem Grenzposten rettet. Der Junge heißt Jake und sagt von sich selbst er käme aus einer großen Stadt. Allgemein spricht er sehr seltsam, erinnert sich aber auch nicht wie er in die Grenzstation gekommen ist.
Irgendetwas verbindet Roland mit dem Jungen. Gemeinsam ziehen beide weiter Richtung Berge, wo Roland hofft den Mann in Schwarz endlich zu stellen.

Faszinierend hört sich die Handlung nicht gerade an, oder? Obwohl nicht so viel passiert, merkt man gar nicht wie die Zeit vergeht. Irgendwie ist das Buch halt doch mit Inhalt gefüllt. In Schwarz beginnt schon die typische Erzählweise der dunklen Turm Reihe. Im Wechsel wird die Handlung vorangetrieben oder Roland erzählt Geschichten aus seiner Vergangenheit.

Am Anfang erfährt man nicht mal Rolands Namen, erst im Verlauf des Buches wird er nebenbei genannt. So ergeht es dem Leser mit allen Details von Rolands Charakter und Geschichte. Im Verlauf aller acht Bände lernt man Roland durch diese Episoden erst richtig Stück für Stück kennen, erfährt warum er den Turm sucht und zu dem Mann geworden ist, den wir in Schwarz zum ersten Mal treffen.

Eben dieser Stil macht Roland und die Bücher so interessant. Zusammen mit der extrem seltsamen Welt und der Vermischung vieler unterschiedlicher Elemente. So findet man den Revolvermann als Element des Wilden Westens, man reist durch verschiedene Realitäten, wechselt zwischen Welten und besucht hochentwickelte technische Labors. Dazu gibt es immer wieder eine kleine Prise Magie.
Stephen King hat mit der dunklen Turm Reihe meiner Meinung nach ein außergewöhnliches Werk geschaffen, das Elemente auf wundersame Weise verbindet von denen man eigentlich nicht denkt, dass sie jemals zusammen passen könnten.
Ich habe Schwarz jetzt nach einigen Jahren wieder gehört und bin immer noch begeistert. Ich freue mich schon tierisch auf den nächsten Band "drei".

Der Sprecher, Vittorio Alfieri, ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Viele bezeichnen ihn als Schlaftablette. Ich sehe das anders. Er ist ein Sprecher, den man nicht oft zu hören bekommt, deshalb kann er dieser Buchreihe einen unvergleichlichen Stil geben, der meiner Meinung nach nicht nur gut passt, sondern mithilft die Hörbücher zu etwas Besonderem zu machen.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Die Arbeit..

Ich habe euch nun schon ein wenig über den Sommer in Japan berichtet, jetzt möchte ich euch ein bisschen über die Arbeit erzählen..






Ich bin als Gärtnerin in Japan. Das ist äußerst ungewöhnlich. Jeder vermutet, dass ich in Deutschland studiere und hier nun Auslandssemester mache.
Inzwischen kann ich mich was das angeht aber relativ gut verständlich machen.

Die Firma, in der ich arbeite, ist eine Gartenbaufirma. 
Sie kümmert sich leider weniger um Privatgärten als um öffentliches Grün, aber auch das kann sehr spannend sein.
In Deutschland hatte ich bis dahin nur im Botanischen Garten gearbeitet. So vielseitig die Pflanzenwelt dort war, so habe ich dort nichts halbes und nichts ganzes gelernt. Meine Ausbildung bestand im Prinzip aus einer Hälfte Staudengärtner und zur anderen aus Garten- / Landschaftsbau. Beides habe ich nicht intensiv gelernt. Deshalb kommen mir hier jetzt viele Dinge bekannt vor, aber ich lerne auch sehr viel Neues.
Die ersten Monate war ich fast ausschließlich der Kōen-kanri Truppe zugeteilt. Sie besteht eigentlich aus zwei Leuten, aber am Anfang waren wir oft zu viert unterwegs, später nur noch zu dritt.
Um die Kōens und diesen Arbeitsplatz zu verstehen, muß ich erstmal erklären was sie sind und wie sie genutzt werden.
Kōen bedeutet übersetzt einfach "Park". Nun sind sie aber nicht unbedingt das was wir Deutschen uns unter einem Park vorstellen.. Die meisten Kōen würden wir als Kinderspielplätze bezeichnen.
Sie sind kleinere oder größere Freiflächen mit ein paar Bäumen und Büschen, Schaukeln, Klettergeräten, Sandkisten und Bänken. Auf manchen findet man auch Rasen, auf anderen nicht.
Diese Kōen werden nun wirklich vielfältig genutzt. Morgens früh essen dort gerne Angestellte auf dem Weg zur Arbeit ihr Frühstück und lesen Zeitung. Oder Erwachsene legen während des Joggens ein Päuschen dort ein. 
Gegen 9h kommen die ersten Mütter mit ihren Kindern in die Parks. In Japan ist es noch üblich pro Familie zwei Kinder zu haben, weshalb es noch sehr viele Kinder gibt. Zumindest kommt es mir so vor als gäbe es hier mehr Kinder als in Deutschland. Genaue Vergleiche habe ich mir nicht angesehen.
Gegen Mittag gehen die Mütter mit den Kindern wieder nach Hause um dort zu essen. Nun kommen als allen Ecken Angestellte aus nahe gelegenen Firmen oder Bauarbeiter oder sonstige Leute, die draußen arbeiten. Jetzt beginnt die Jagd nach den besten Bänken im Schatten, denn all diese Menschen möchten gerne im Grünen ihr Mittag essen. Die Japaner bezeichnen sich selbst als äußerst naturverbunden und naturliebend, weshalb sie auch den kleinsten Flecken Grün nutzen. Außerdem werden zur Mittagszeit die Straßen an den Parks komplett zugeparkt, denn es wird gerne ein Mittagsschläfchen gehalten.
Nach dem Mittag tauchen wieder die Mütter mit den Kindern auf. Auch Kindergartengruppen nutzen die Kōen regelmäßig. Gegen 15h endet die Grundschule. Viele Schulbusse haben eine Haltestelle an einem Park und natürlich wird noch ein wenig dort gespielt bevor es für die Schüler nach Hause geht. Später am Nachmittag kommen auch größere Kinder in den Park um sich mit Freunden zu treffen, Insekten zu fangen und sich sonst wie zu vergnügen. Immer wieder kommen auch Erwachsene in dorthin um eine kurze Pause einzulegen. 
Am Abend gehört der Park dann schließlich den Teenagern, Oberschülern und sonstigen Draufgängern, die gerne Bier trinken und Spaß haben.
Kōen sind außerdem sehr praktisch wenn man auf die Toilette muß, einen Mülleimer sucht oder schnell zwischendurch einen Schluck Wasser trinken möchte. In jedem größeren Park gibt es eine Toilette und einen Wasserspender mit kostenlosem Trinkwasser. 
Da Japaner Grün und Kinder lieben, investieren sie nun auch Geld in die Pflege der Anlagen. Und nun kommt meine Arbeitstruppe ins Spiel.. 
Wir haben 10 Parks zwischen Firma und einem Bahnhof betreut. Alle sind unterschiedlich groß und unterschiedlich ausgestattet.
Montags, Mittwochs und Freitags sammelten wir den Müll ein. Vor allem Montags gibt es dort sehr viel zu tun. Meist haben wir 10kg PET-Flaschen, Dosen und Sperrmüll weggebracht und 120kg normalen Müll. An besonders schlimmen Tagen hatten wir aber zusammen mit Grünabfällen gerne mal insgesamt über 300kg. Entsorgt wird das Ganze im Cleancenter, einer Mischung aus Zwischenmülldeponie und Recyclinghof.
Montags wird dann noch geharkt oder gefegt, je nach Park. Auch im Sommer fallen genug Blätter und Äste von den Bäumen, so dass wir immer gut ausgelastet waren. Zu den übrigen regelmäßigen Arbeiten gehört das Fräsen der Sandkästen, Rasenmähen, Krauten, Gehölze schneiden und Reinigen der Abflüsse.
Im Prinzip ist man also mindestens 3x die Woche in allen Parks, oft häufiger, und bringt sie in Ordnung.


Diese intensive Pflege macht die Kōen wirklich zu Orten, an denen man sich gerne aufhält. Von ein paar Ausnahmen mal abgesehen..

In letzter Zeit war ich aber so gut wie gar nicht mehr in den Kōen und dafür mit anderen Arbeitsgruppen unterwegs. Etwas, das mir großen Spaß gemacht hat, war das Mähen der Uferbereiche des Kuromegawa-Flusses.
Die Ufer werden drei Mal im Jahr gemäht, vielleicht bekomme ich sogar alle drei mit.. 
Das erste Mal, als ich dabei war, war im Hochsommer. Es waren also immer über 30 Grad und es gibt dort keinen Schatten..
Trotzdem habe ich nur einmal schlapp gemacht. Danach habe ich begonnen drei Liter und mehr während der Arbeit zu trinken und ab dem Moment ließ sich das alles gut aushalten. Zumindest so lange ich meinen Strohhut hatte.
Meine Aufgabe bestand nun darin mit dem Freischneider all die Stellen zu mähen, an die die große Mähmaschiene nicht herankam. Oft waren wir zu dritt damit beschäftigt. Später wurde das Heu dann maschinell zu langen Reihen umgeschichtet, die wir per Hand zu Haufen auftürmten und in das firmeneigene Müllauto luden. Aber damit war die Arbeit noch nicht getan. Da die Ausschreibung von einer öffentlichen Stelle ausging, mussten alle möglichen Fotos als Beleg für die getane Arbeit gemacht werden. Das beinhaltete Fotos von vorher, während der verschiedenen Arbeiten, und nach der Arbeit mit einem Zentimetermaß, dass beweisen sollte, dass wir das Gras auf eine bestimmte Länge gemäht hatten. Dann wurden noch die Ufer vermessen, also die Breite, die wir gemäht hatten, das machte oft auch noch mal 3 Fotos, da es sich bei den Ufern um einen Damm handelt. Oft 2 Schrägen und eine gerade Fläche. Fotografiert wurde alle 60m auf einer Länge von einigen Kilometern. Genaue Zahlen habe ich nicht, aber angefangen haben wir bei Zahl 64 und aufgehört ca. bei Zahl 122, wobei zwischen jeder Zahl etwa 15m liegen sollten. Das Ganze natürlich x2, weil wir beide Ufer gemäht haben.
Jetzt im Herbst bin ich grade das zweite Mal dabei. Für meine Kollegen ist es das dritte und letzte Mal dieses Jahr.



Ansonsten kümmert sich meine Firma noch um diverse Grünstreifen an den Straßen von Asaka. An der Hauptstraße entlang wächst zum Beispiel auf 7km eine Azaleenhecke, die geschnitten werden muß. Gleichzeitig wird dann dort gekrautet.
Im Herbst geht außerdem die Saison los, in der Bäume geschnitten werden. Das läuft in Japan etwas anders als in Deutschland.. Hier herrscht fast immer ein Platzproblem, weshalb die Bäume sich nicht frei entfalten dürfen. Sie werden fast alle in eine möglichst schmale Form gezwungen. Das bedeutet, dass sie jedes Jahr so sehr gestutzt werden, dass sie danach fast keine Blätter mehr haben. Wenn sie aber wieder neue Triebe gebildet haben, hat diese Wuchsform auch durchaus etwas für sich. In Gärten mag ich diese Form der Bäume vielleicht sogar lieber, während ich an Straßen und in Parks doch eher die wilde Wuchsform bevorzuge. Die Ginkgos an der Hauptstraße sehen einfach nur traurig aus..

Ein anderer großer Arbeitsbereich ist die Pflege einer Universität.
In Japan gibt es neben den großen Universitäten wie der berühmten Todai auch viele kleine (private) Unis. 
Meine Firma kümmert sich um eine dieser Kleinen. Sie gehört zu einem ganzen Schulkomplex.
In Japan gibt es die Grundschule, die Mittelschule, Oberschule und Universität. Um auf die nächste Schule zu kommen muß man normalerweise Aufnahmeprüfungen bestehen.
An diesen Privatschulkomplexen mit angeschlossener Universität entfallen diese Prüfungen normalerweise. Der Campus unserer Uni besteht nun aus vier unterschiedlichen Geländen. Außerdem kümmern sich noch drei Angestellte um das Gelände der Grundschule. Bei der Mittelschule und Oberschule war ich bis jetzt noch nicht. Ich habe keine Ahnung ob sich unsere Firma auch darum kümmert..
Dafür aber um den 1 1/2 Stunden entfernten großen Sportplatz der Schule.

In Privatgärten kommen wir auch ab und zu, aber eher selten..
Je nachdem mit welcher Truppe man unterwegs ist, läuft die Arbeit anders ab. Entspannt ist sie aber eigentlich immer.
Ich arbeite von halb 8 bis 17h. Während dieser Zeit gibt es drei Pausen. Die erste um 10h, Mittagspause von 12-13h und die dritte um 15h. Dadurch gliedert sich der Tag in schöne kleine Portionen und während ich in Deutschland Probleme hatte bis 15h zu arbeiten, habe ich durch diese Pausenaufteilung absolut kein Problem bis 17h durchzuhalten.


Wahrscheinlich liegt es daran, dass hier die Pausen länger sind. In Deutschland hatte ich insgesamt 45min Pause und die Frühstückspause war auch nur eine Nettigkeit der Vorgesetzten. Hier habe ich ganze zwei Stunden Pause. In der langen Mittagspause  lohnt es sich sogar sich hinzulegen und zu schlafen. Das sieht dann ganz lustig aus, wenn meine Kollegen und ich es uns an  den lustigsten Stellen bequem machen.. 
So liegen wir auf Rasen in Privatgärten, in Kōen auf Bänken, im Tempel an einer Hauswand oder auf Belüftungsschächten der Universität. Und das Schönste, es stört absolut niemanden, denn es ist normal, das macht hier jeder, der keinen Autositz zur Verfügung hat.
Was übrigens meine Kollegen angeht.. Es hält sich ja die Meinung, Japaner seien immer höflich und sehr kultiviert.. Ja, meine Kollegen sind sehr höflich und kultiviert können sie auch sein, aber ehrlich gesagt sehe ich bei ihnen keinen Unterschied zu deutschen Handwerkern.
Sie haben von Anfang an in Umgangssprache mit mir gesprochen, haben keinerlei Kontaktprobleme und scherzen ganz normal mit mir. 
Es ist einfach super! Außerdem streben Japaner ein hohes Maß an Harmonie an. Man bekommt also niemals einen Streit zwischen den Kollegen mit. Natürlich wird hinter den Rücken gelästert, aber man merkt nie etwas von einer drückenden Stimmung bei der Arbeit. Das macht das Klima sehr angenehm. Möglicherweise bin ich hier der Störenfried, weil ich es nicht immer verbergen kann, wenn ich mal meine Ruhe haben möchte..
Aber, dank dem Streben nach Harmonie bekomme ich es nicht mit, wenn sie sich über mich ärgern. Was natürlich wieder zu dem Problem führt, dass ich eventuelles falsches Verhalten nicht ändern kann, weil mich niemand darauf hinweist..  
Wie man sieht, alles nicht unbedingt leicht, aber ich habe meine Kollegen alle gern!
Es gibt allerdings zwei Kollegen, die nicht so ganz wissen wie sie mit mir umgehen sollen. Hier merkt man ganz klar die Distanz. Es sind beides Absolventen einer Agrar-Universität. Jetzt könnte ich natürlich Vermutungen anstellen was das Verhalten mir gegenüber und die Art der Abschlüsse anbelangt..

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen was Interessantes über meine Arbeit in Japan und das ein oder andere Drumherum berichten.
Es ist aber wirklich ein subjektiver Bericht und kann sicher nicht auf alle Gartenbaufirmen angewandt werden.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Wind (Der dunkle Turm)

Infos zum Buch:
Wind
von Stephen King
Verlag: Random House Audio
Laufzeit: 11Std (ungekürzt)
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN: 3837115410
13,99€ bei Amazon
Klappentext:
Ein Sturm zieht auf

Roland Deschain, der letzte Revolvermann, und seine Gefährten haben den Grünen Palast hinter sich gelassen. Als sie auf dem Pfad des Balkens ins Land Donnerschlag unterwegs sind, zieht ein heftiger Sturm herauf, und sie finden Schutz in einer verlassenen Hütte. Dort erzählt Roland seinen Begleitern, was in seiner Jugend geschah, nachdem er unbeabsichtigt seine Mutter umgebracht hatte: Sein Vater schickte ihn zu einer entlegenen Ranch, wo grausame Morde stattfanden. Alle Anzeichen deuteten auf einen Gestaltwandler als Täter hin, und es gab nur einen Zeugen – einen kleinen Jungen, der jetzt seines Lebens nicht mehr sicher war.
[Quelle: Amazon]

Auch wenn "Wind" als Band 8 bezeichnet wird, so ist es keine Fortsetzung von Band 7 "Der Turm".
Es ist eine kleine Zwischenepisode zwischen "Glas" und "Wolfsmond".
Wenn ich mich recht erinnere wurde damals angekündigt, dass in diesem Buch erzählt werden sollte, was passiert bevor Roland mit seinem Ka-Tet, nach Calla Bryn Sturgis kommt. Jedoch ist das ziemlich übertrieben.

Roland, Susannah, Jake, Eddie und Oi suchen Schutz vor einem Sturm, der mehrere Tage dauern wird. Während sie auf sein Abflauen warten, erzählt Roland eine Geschichte aus seiner Jugend.
Er wurde von seinem Vater losgeschickt um den Fellmann zu töten. Dabei trifft der junge Roland auf einen kleinen Jungen und erzählt diesem die Geschichte "Der Wind durchs Schlüsselloch".

Dieses Buch ist also eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte.
Zuerst hatte ich große Probleme mich wieder in diese Serie einzufinden. Die Charaktere kamen mir unbekannt vor, obwohl ich sie schon durch sieben Bücher begleitet habe. Erst als Roland anfing die Geschichte zu erzählen fühlte ich mich wieder heimisch. Ab diesem Moment war ich wieder voll in der Welt des dunklen Turms.
Die beiden Geschichten waren toll zu hören und haben mich mitgerissen. Ich musste unbedingt wissen wie das alles weitergeht, weshalb ich das Hörbuch in Rekordzeit gehört habe. Ich habe es sogar angestellt wenn ich wusste dass ich es in zwei Minuten schon wieder ausstellen musste..
Schade fand ich lediglich dass man von der Reise zwischen Glas und Wolfsmond jetzt doch nichts mitbekommen hat, da der Hauptteil der Handlung eben in einem Steinhaus während des Sturms spielt. Sobald dieser vorbei ist, endet auch das Buch.

Da inzwischen David Nathan die Bücher von Stephen King vertont, wurde auch Wind von ihm gelesen. Ich habe bis jetzt nur die einstündige Hörprobe von "Es" gehört, aber der Stil, wie David Nathan beides liest, ist identisch. Ein wenig düster melancholisch. Dadurch verstärkte sich bei mir das Gefühl nicht in der Welt von Roland zu sein, da ich diese Art des Vorlesens mit "Es" verbinde.
Eigentlich mag ich David Nathan sehr, vielleicht lieber als Sprecher bei Hörspielen, aber hier habe ich Vittorio Alfieri vermisst.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

[In eigener Sache] Räubermarie bei Dawanda

Hallo^^


Heute muß ich mal wirklich sehr vom Thema abweichen, aber meine Schwester hat einen Shop bei Dawanda eröffnet.

Sie verkauft dort selbst gestrickte Kuscheltiere für Babys, die einfach nur süß sind! Mein Neffe ist selber grade knapp 1 Jahr alt, weshalb ich guten Gewissens sagen kann, dass alle Produkte kinderfreundlich und diesbezüglich getestet sind ^_-

Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust bei ihr vorbei zu schauen.

Alle Produkte von Raeuber-MaRie

Sonntag, 7. Oktober 2012

Japanischer Sommer

Lange habe ich hier nichts mehr über mein Leben in Japan geschrieben. Das möchte ich nun nachholen.

Ich bin jetzt ein halbes Jahr hier und es ist in der Zwischenzeit einiges passiert.
Ich werde den Eintrag ein wenig gliedern. Wenn mir beim Schreiben auffällt, dass ich zu allen Themen sehr viel zu sagen habe, teile ich ihn vielleicht in mehrere Beiträge auf.

Da nun der Herbst anfängt, beginne ich mal mit einem kleinen Rückblick auf den Sommer.
Der Sommer in Japan ist wirklich warm! Soviel kann ich euch sagen.
Wer mal wieder einen Richtigen erleben möchte, mit ganz viel Sonne und wenig Regen, kann getrost nach Japan reisen. Ich denke, die Flüge werden zu dieser Zeit auch billiger sein, denn freiwillig tut sich das kaum jemand an.
Schon im Mai war es mir eigentlich zu warm. Es waren da noch um die angenehmen 24 Grad, aber weil ich gerade aus dem kalten Deutschland kam, empfand ich es als tierisch warm.
Ich zwang mich dazu morgens noch einen Pulli zu tragen, in der Hoffnung meinen Körper so schonmal ein wenig auf die Hitze im Sommer vorbereiten zu können. Spätestens um 10h musste ich ihn aber immer ausziehen.
Langsam aber sicher fingen die Temperaturen an auf die 30 Grad zu zu klettern. Inzwischen hatte ich mich damit abgefunden zu schwitzen und kümmerte mich gar nicht mehr sonderlich drum.
Ich muß bei der Arbeit in langärmligen Sachen arbeiten. Also lange Arbeitshose, langärmliges Top. Man gewöhnt sich daran. Ich hatte wirklich gedacht, dass mir der Sommer und die Arbeit mehr Probleme bereiten würde. In Deutschland habe ich die Hitze schon nicht gut vertragen und hier sollte es locker an die 40 Grad heiß werden..
Wurde es auch. Ich habe ab und zu bei 37/38 Grad den ganzen Tag in der prallen Sonne arbeiten müssen. Mein Geheimnis: ein Strohhut mit sehr breiter Krempe und gaaaanz viel trinken!
Da mir bei diesem Wetter auch der Appetit etwas vergangen ist, habe ich nebenbei auch mal eben 6kg abgenommen. Inzwischen bin ich meinem Wunschgewicht relativ nah. Ich liebe den japanischen Sommer!
In meiner Freizeit war die Hitze allerdings mehr als nervig. Das Haus, in dem ich wohne, liegt in einer Senke. Egal wo ich hinfahre, ich muß erstmal bergauf. Und der Berg ist, typisch für Japan, ziemlich steil. Bevor ich also überhaupt am Bahnhof ankam, war ich schon wieder total verschwitzt..
Ein ziemlich blödes Gefühl, wenn man sich noch mit anderen Leuten treffen möchte. Große Abhilfe gibt es hier nicht. Bei der Arbeit war es ja ziemlich egal wie sehr man geschwitzt hat, denn das haben alle und danach wartete jeden Tag eine Dusche auf mich.
Aber, es gibt auch für die Freizeit einige Tricks, einen lernte ich leider erst zu spät kennen..
Zuallererst laufen alle! Japaner mit einem kleinen Tuch in Waschlappenformat herum. Oft auch aus dem gleichen Material wie diese.
Dieses Tuch dient dazu sich das Gesicht abzuwischen. Das war eins der ersten Dinge, die ich mir besorgt habe.
Die nächste Überlegung waren dann ausschließlich dunkle Tops und möglichst Hosen oder Röcke zu tragen, die ihre Farbe nicht verändern wenn sie feucht werden. Schnell kam ich aber noch auf eine andere Idee. Ich hatte weite luftige Oberteile ergattert unter die ich einfach noch ein Tanktop anzog. So fühlte ich mich wirklich am wohlsten.
Im Sommer lernte ich auch meine japanischen Freunde kennen.
Eine Bekannte, die ich in Deutschland beim Sprachkurs getroffen hatte, hielt sich auch gerade in Tokyo auf und überredete mich zum "Tanz in den Sommer" in der Deutschen Botschaft zu kommen. Eigentlich hatte ich wenig Lust dazu. Ich tanze überhaupt nicht gerne und der Spaß sollte auch noch umgerechnet etwa 30€ kosten. Allerdings lockte mich das Buffet, ich hatte seit langer Zeit kein richtiges Essen mehr gegessen.. Meist nur Salat und Kleinigkeiten aus dem Konbini. Viel gegessen habe ich letztendlich nicht vom Buffet, dafür gezwungenermaßen an zwei Tänzen teilgenommen (ein Tanz von AKB48, bei dem ich aber schnell aufgab, und einer Polonaise). Als es ans Walzer tanzen ging, versteckte ich mich in der äußersten Ecke im tiefsten Schatten, weil ich absolut keine Lust hatte eventuell aufgefordert zu werden. Dort entdeckte mich meine nun Freundin und Tandempartnerin..
Sie sprach mich an, fragte mich ein wenig aus und erkundigte sich, ob ich Interesse hätte Tandem mit ihr zu machen. Ich sollte zu dem Zeitpunkt nur noch für drei Monate in Japan sein, stimmte aber zu.
Nun wollte sie mir noch unbedingt einen Freund von sich vorstellen und zog mich in Richtung Tanzfläche.. Zu meinem Glück verstummte die Musik im richtigen Augenblick und meine neue Freundin war sichtlich enttäuscht. Ich nicht..
Trotzdem kam ich letztendlich nicht drum herum. Mir wurde, als die Party für beendet erklärt war, ihr Freund noch vorgestellt. Im Prinzip wurden wir uns so zweimal vorgestellt, denn meine Bekannte aus Deutschland hatte uns schon miteinander bekannt gemacht.
Jetzt musste ich auch leider nochmal auf die Tanzfläche.. Dieser Japaner findet Standardtänze nämlich wahnsinnig toll und meine Tandempartnerin hat mich dazu gezwungen mit ihm Walzer zu tanzen. Ich habe bis heute die Fotos davon nicht zu Gesicht bekommen und weiß auch nicht ob ich das möchte..

Der August bot dann kaum noch Möglichkeiten uns zu treffen, da wir beide Urlaub hatten. Aber ich wurde kurzfristig zu einem Matsuri in ihrem Stadtteil eingeladen. Eine Freundin von ihr aus der Schweiz war auch gerade da und so wollten wir zu dritt, stilecht im Yukata, zum Schrein gehen und bei den Bon-Tänzen mitmachen.
Kaum war ich in der Wohnung meiner neuen Freundin, hieß es noch der Freund aus der Botschaft würde auch kommen. Wir mussten unsere Yukatas anlegen bevor er kam, denn sie hat nur eine sehr offene Einzimmerwohnung. Es war das erste Mal, dass ich einen Yukata trug und es war wirklich spannend und toll. Aber.. Europäerinnen stehen Yukata wirklich nur selten >.<
Im Laufe des Abends erfuhr ich noch, dass meine Freundin den Freund aus der Botschaft gerne als Bruder bezeichnet. Beides sind Einzelkinder und haben sich ihr Geschwisterkind selbst gesucht.
Außerdem kennt er sehr viele Baumnamen und er versprach mir beim Lernen zu helfen.
So traf ich mich ab und zu mit ihm oder ihr oder auch gerne mit beiden zusammen. Im September verging kaum ein Wochenende an dem ich keinen von beiden sah. So verbrachten wir zum Beispiel einen Spontanausflug in der Präfektur Chiba und liefen einfach planlos durch die Reisfelder. Angeblich sind Japaner überhaupt nicht spontan, aber mit diesen beiden kann man das Gegenteil erleben! Außerdem starteten wir die Kochpartys zu einem bestimmten Thema. Bei der ersten sollte chinesisch gekocht werden und der Abend endete sehr gemütlich bei Kerzenschein und einer Kartenspielpartie auf dem Dach irgendeines Hauses.

Da aber Tokyo nicht weit vom Meer entfernt ist und auch die Berge nah sind, verbrachte ich den Sommer auch dort.
Ich fuhr einmal alleine in die Touristenhochburg Kamakura und holte mir dort den Sonnenbrand des Sommers und traf mich zweimal mit meinem neuen Freund in Hayama am Strand, da das seine Heimatstadt ist.
In die Berge fuhr ich in meinem offizielen Urlaub. Für drei Tage in die Nagano Präfektur in das Ferienhaus eines Kollegen. Wir waren fünf Leute aus der Firma und einer von ihnen hatte noch seine Frau und zwei Kinder mitgebracht. Wir hatten sehr viel Spaß! Zwei Tage später fuhr ich alleine mit einem Leihfahrrad und Zelt beladen in die Gunma Präfektur zum Mount Haruna. Auf Grund seiner Form wird er auch gerne "Little Fuji" genannt. Die Landschaft dort war wunderschön, leider hatte mir nur das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn im Gegensatz zu Saitama regnete es in Gunma häufiger.. So steckte ich beispielsweise mitten am Berg plötzlich in einem Gewitter fest.. Es fing gegen halb 4h an und ich wollte es aussitzen. Irgendwann gab ich auf, das war auch gut so, denn es hörte erst irgendwann mitten in der Nacht auf.. So kam ich völlig durchnässt beim Campingplatz an und musste auch noch im Regen und Dunkeln mein Zelt aufbauen..
Trotzdem war es eine tolle Erfahrung ganz alleine durch das Land zu reisen.
Mein Japanisch ist ja noch wirklich, sehr schlecht, aber ich kam zurecht!
Was auch untrennbar zum japanischen Sommer gehört sind die Semi und die Windglöckchen. Während sich viele über die Semi beschweren finde ich sie total toll. Ich konnte mich gar nicht an ihnen satt hören. Vor allem die Minmin Semi hat es mir angetan.
Die Windglöckchen hängen auf ganz vielen Balkonen. Es sind kleine Glocken meist aus Glas und am Band hängt unten ein größeres Kärtchen, dass die Glocke für Wind noch anfälliger macht. So bimmelt es schon im leichten Wind in hohen Tönen. Dieses Geräusch soll den kühlenden Wind ins Gedächtnis rufen und somit für Abkühlung sorgen.
Ich finde den Klang einfach nur wunderschön. Leider habe ich kein Glöckchen gefunden, das mir vom Design her gefiel und so werde ich nur meine Miniversion aus dem 100¥ Shop mitnehmen, die nicht richtig funktioniert.

Leider gab es auch nicht so erfreuliches im Sommer, wenn es auch eher nur Lappalien sind.. Zum Beispiel tummeln sich in den Koen (dazu mehr im Kapitel Arbeit) mehr Katzen. Das ist ja eigentlich ganz süß, wenn nicht der ganze Spielplatz nach Katzenscheiße stinken würde.
Dann gibt es im Sommer noch Taifune. Ich habe bis jetzt zwei erlebt und der zweite war schon besser auszuhalten als der erste. Mein erster Taifun hat mich nicht schlafen lassen.. Ich war den Abend sogar noch draußen weil mein Gastvater mit mir Glühwürmchen angucken wollte (sie waren in einem Gewächshaus, das war also ok), aber der Wind hat dann später derart ums Haus gepfiffen, dass er mich immer wieder geweckt hat.
Und es gibt die Mücken...
Sie lieben mich.. abgöttisch.. Überall wo Mücken sind, und sie sind an den seltsamsten Orten, bin ich sofort von einer schwarzen Wolke umgeben.
So war ich beispielsweise mit meinem Freund (nicht falsch verstehen, er ist nur ein Freund ^_-) im Botanischen Garten. Wir hatten zwar Anti-Mücken-Spray, es wirkte bei mir aber überhaupt nicht. So sprang er die ganzen Zeit um mich herum und schlug die Mücken wahlweise mit seinem Baumbestimmungsbuch oder meiner Baumliste tot.. Später waren beide Dinge komplett rot gesprenkelt und ich habe zu Hause sehr schnell aufgegeben die Stiche zu zählen. Aber es waren sehr sehr viele!
Leider wird es in Tokyo auch schon im Sommer sehr früh dunkel. Das war das, was mich am meisten irritiert hat. Gegen 6h fing es an und um 7h war es zappen duster. Absolut gewöhnungsbedürftig. Ich bin gespannt wie ich dann mit dem Winter zurecht komme, wenn ich bis zum Sonnenuntergang arbeiten muß. Schon jetzt fängt es an gegen halb 6 dunkel zu werden. Die Zeit, zu der ich meistens die Firma verlasse..
Und das letzte Übel des Sommers sind die Pickel. Ich habe hier derart viele bekommen, das war schon nicht mehr schön. Obwohl ich hart auf die 30 zugehe, war ich vorher schon nicht ganz Pickelfrei, aber hier.. Oh man..
In Deutschland habe ich schon kaum Süßigkeiten gegessen, in Japan habe ich ihnen komplett abgeschworen. Wenn ich hier Schokolade esse, ist alles aus.
Was das angeht freue ich mich wirklich auf niedrigere Temperaturen in der Hoffnung, dass sie wieder auf ein normales Maß absinken.

Wie ihr seht war mein Sommer sehr abwechslungsreich und schön. Und weil die Bilder dazu jeden Post gesprengt hätten, habe ich einfach mal eine Diashow gemacht.
Wahrscheinlich funktioniert die erste Version nicht, wenn man in Deutschland wohnt, dann bitte die zweite ansehen.
Die erste hat aber eindeutig meine favorisierte Musik im Hintergrund ^_-



Ps. Solltet ihr irgendetwas über Japan oder das Leben hier wissen wollen, scheut euch nicht fragen zu stellen ^_-

Donnerstag, 27. September 2012

Fünf

Infos zum Buch:
Fünf
von Ursula Poznanski
Verlag: Argon Verlag
Laufzeit: 13Std
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN: 3805250312
14,95€ bei Amazon
Klappentext:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird...
[Quelle: Audible]

Dies ist das zweite Buch, das ich von Ursula Poznanski "gelesen" habe. Zumindest glaube ich das, denn Fünf taucht auf ihrer offiziellen Webseite nicht auf..
Erebos mochte ich eigentlich sehr gerne, auch wenn ich die Spielwelt nicht überzeugend fand. Auch Saeculum hörte sich interessant an, aber ich bin noch nicht dazu gekommen es zu lesen oder zu hören. Fünf hörte sich für mich absolut spannend an, weil ich es interessant finde, wenn relativ aktuelle Trends in Büchern verarbeitet werden. Und hier spielt Geocaching ja eine wichtige Rolle.

Beatrice ist alleinerziehende Mutter und Polizistin.
Als sie zu einem Mordfall gerufen wird, ahnt sie noch nicht, dass dies ihr Privatleben mal wieder komplett aus der Bahn werfen würde.
Die Tote liegt mit Kabelbindern gefesselt auf einer Kuhweide. Von Anfang an ist klar, dass es sich nicht um ein Sexualverbrechen handelt. Auf die Fußsohlen der Frau sind aber seltsame Zahlen-/ Buchstabenkombinationen eintätowiert, die GPS Koordinaten angeben, wie sich schnell herausstellt.
Am bezeichneten Ort finden sie einen Cache mit einem Rätsel und eine abgetrennte Hand.
Von nun an beginnt die Schatzsuche der etwas anderen Art, an deren Ende mindestens eine weitere Leiche wartet.

Man wird ziemlich brutal in Beatrices Leben hineingeworfen. Man erfährt wichtige Details über sie nur nebenbei und Stück für Stück. Aber das macht nichts, denn so lernt man sie auch nur stückchenweise besser kennen, was sie zumindest mir menschlicher und sympathischer hat wirken lassen.
Man erfährt ja auch im realen Leben nicht alles über eine Person auf einmal.
Zusammen mit Florin, ihrem Vorgesetztem, und Stefan, dem Geocachingexperten, bildet Beatrice ein interessantes Team an Charakteren. Sie sind allesamt sympathisch und sehr verschieden. Der Aufbau des Falls war spannend und vielleicht nur für geübte Krimileser leicht zu durchschauen, was ich ja aber nicht bin.
Ich schwankte lange zwischen dem eigentlichen Täter und einer unbekannten Person. Die genaue Auflösung des Falls erfolgte dann aber nach einem sehr bekannten Muster, was das Hörvergnügen leicht abschwächte, aber nicht wirklich zu trüben vermochte.

Gelesen wird das Buch von Nicole Engeln. Eigentlich mag ich weibliche Sprecher nicht so gerne wie Männliche. Manchmal hat mich sogar schon eine Hörprobe mit einer weiblichen Sprecherin vom Kauf abgehalten. Aber Nicole Engeln hat sehr gut vorgelesen. Manchmal sogar richtig dramatisch wie bei einer richtigen Synchronisation. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht ihr zuzuhören.

Dienstag, 25. September 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 30

30. Letzte Frage! Stups jemanden an! Und sag uns, was du über denjenigen als Autor und/oder über eine seiner Figuren denkst.
 
Hups? Was ist das denn für eine Frage^^ Ähm ja.. ich stupse Salvo an (auch wenn er das wahrscheinlich nie mitbekommen wird..) Ich mochte seine Geschichte "Mina im Land der Grundlosigkeit" sehr und auch seine anderen Kurzgeschichten, die er auf seinem Blog veröffentlicht hat, gefallen mir. Ich freue mich außerdem für ihn, weil nun seine erste Kurzgeschichte in gedruckter Form erscheint. Allerdings bin ich momentan nicht in der Lage sie mir zu kaufen.. Leider.. Echt ein Nachteil im Ausland zu leben^^
Mir gefällt die Stimmung, die er in seinen Geschichten erzeugt. Außerdem finde ich es immer faszinierend, wenn jemand Musik dazu postet, die seiner Meinung nach am besten dazu passt. Ich höre dort immer gerne rein in der Hoffnung auf interessante Titel zu stoßen.
Außerdem wird Salvo von japanischer Literatur beeinflusst, was mir sehr gefällt, da ich ebenfalls japanische Literatur gerne mag.
So, aber nun genug der Lobeshymnen.. Die Frage ist mir etwas peinlich..

Sonntag, 23. September 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 29

29. Wie oft denkst du ans Schreiben? Bist du schonmal im Alltag über etwas gestolpert, das dich an eine Geschichte oder Figur erinnert hat?
Ich denke oft ans Schreiben.. Auch wenn ich nicht oft schreibe. Meist beschränken sich meine "Schriftstellerischen Aktivitäten" *hust* auf meine Pausen. Manchmal habe ich Phasen, in denen ich wochenlang kein Wort schreibe, manchmal nutze ich jede Minute meiner Pausen. Je nachdem wie gerade die Ideen sprudeln. Aber an meine Storys denke ich wirklich oft. Und wenn nicht an die, an denen ich schreibe, dann denke ich mir irgendeinen Schwachsinn aus, den ich niemals zu Papier bringen werde^^

Zur zweiten Frage: JA! Allerdings nicht an eine eigene Geschichte oder Figur. Mein momentaner Mitarbeiter heißt genauso wie eine Mangafigur. Sowohl Vorname als auch Zuname stimmen überein. Das finde ich absolut gruselig!

Samstag, 22. September 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 28

28. Hast du schon einmal über eine Figur mit körperlichen oder geistigen Behinderungen geschrieben? Beschreibe sie, und wenn es keine passenden Hauptcharaktere gibt, dann vielleicht ein paar Nebenfiguren?
 
Tut mir leid, solche Charaktere habe ich noch nicht erschaffen. Weder als Hauptcharakter noch als Nebencharakter.
Allerdings höre ich gerade eine Serie, in der ein körperlich behindertes Mädchen auftaucht... Naja.. bis zu einer bestimmten Folge. Es handelt sich dabei um Perry Rhodan Neo. Und Sue wirkt zwar klein und schwach, doch hat sie sehr gut gelernt mit ihrer Behinderung umzugehen und ist eigentlich ein ziemlich starker Charakter.
Das hat mich ziemlich beeindruckt. Aber ich traue es mir ehrlich gesagt nicht zu solch einen Charakter zu erschaffen, so dass er auch glaubhaft wirkt..

Donnerstag, 20. September 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 27

27. Überhaupt, spielen Äußerlichkeiten eine große Rolle in deinen Geschichten? Erzähl uns davon, oder wenn nicht, wie du deine Figuren ansonsten entwirfst.
Ganz ehrlich? Ich habe zumindest von den meisten männlichen Charakteren von Anfang an ein Bild im Kopf. Allerdings lege ich oft keinen allzu großen Wert darauf sie bis ins kleinste Detail zu beschreiben.
Ich nenne meist nur Haarfarbe und -länge.
Entwerfen tue ich meine Charaktere ansonsten oft nach ihren Charaktereigenschaften. Da ich auf Stereotypen stehe, richtet sich danach auch oft ihr Aussehen. Man hat ja bei vielen Charaktereigenschaften gleich ein Bild im Kopf. Ob eine Person eher mollig ist oder muskulös und dergleichen. Das nutze ich ein wenig aus ^_- Selbst wenn ich später gewisse stereotyische Eigenschaften ins Gegenteil verkehre..

Mittwoch, 19. September 2012

Der Herr aller Dinge

Infos zum Buch:
Der Herr aller Dinge
von Andreas Eschbach
Verlag: Lübbe Audio
Laufzeit: 23Std 46min (ungekürzt)
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: B0083JDZLQ
39,95€ bei Amazon
Klappentext:
Als Kinder begegnen sie sich das erste Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an trennt sie der soziale Unterschied. Doch Hiroshi hat eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt tilgen könnte. Als er und Charlotte sich wiederbegegnen, sieht er dies als Zeichen, dass sie miteinander verbunden sind. Er beschließt, seine Idee umzusetzen und die Welt zu verändern - denn nur so, sagt er sich, wird er Charlottes Liebe gewinnen.
Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn auf die Spur eines uralten Geheimnisses: Es hat schon einmal eine Zivilisation gegeben - und sie hat das schrecklichste Verbrechen begangen...
[Quelle: Audible]

Ich schätze Andreas Eschbach ja inzwischen sehr, auch wenn ich noch nicht allzu viel von ihm gelesen habe. Ich finde seine Ideen für Romane immer äußerst spannend. So auch bei diesem Buch, bei dem ich vorher absolut nicht wusste worum es ging..

Hiroshi Kato ist Halbjapaner und wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter in Tokyo auf. Sie wohnen neben der französischen Botschaft und Hiroshi schließt bald Freundschaft mit der Tochter des Botschafters. Etwas verbindet die Beiden so sehr, dass sie sich nicht darum kümmern, dass ihre Eltern diese Freundschaft nicht gutheißen.
Charlottes Eltern haben Angst, dass ihre Tochter es nicht verkraftet wieder einen Freund zu verlieren. Durch das häufige Umziehen ist das schon einmal passiert und ihre Zeit in Tokyo ist von Anfang an begrenzt.
Hiroshis Mutter dagegen hat eine unumstößliche Abneigung gegen reiche Leute. Weshalb erfährt Hiroshi erst viel viel später, aber diese Abneigung veranlasst ihn darüber nachzudenken wie man es anstellen muß damit alle Leute reich sein können.
Schon als Kind beginnt er eine Lösung für das Problem zu sehen und schreibt seine Ideen in ein Notizbuch. Während er heranwächst entwickelt er seine Ideen weiter. Schließlich als Student und dank einer glücklichen Begegnung beginnt er seine Vision zu verwirklichen.
Charlotte hat eine besondere Gabe, wenn sie Dinge berührt, kann sie ihre Geschichte lesen. Damals in Tokyo hat sie bei dem Besuch eines Schreins ein Messer angefasst, dass unglaublich alt war. So alt, dass sich seitdem in ihrem Kopf der Gedanke festgesetzt hat, dass die Entwicklungsgeschichte der Menschen so nicht stimmen kann. Also hat sie sich entschlossen Anthropologie zu studieren. Bei einer Party in Harvard trifft sie zufällig wieder auf Hiroshi. Sie hatten sich nach der Abreise von Charlottes Familie aus Tokyo nicht mehr gesehen.
Charlotte erzählt Hiroshi das erste Mal davon was sie gespürt hat als sie das Messer berührte. Kurz darauf trennen sich ihre Wege wieder. Aber ihr Schicksal ist noch immer miteinander verflochten und so treffen sie sich oft wieder.
Beide arbeiten an ihren Träumen und stoßen dabei auf erhebliche Schwierigkeiten, bis es durch eine unglückliche Fügung auf einer russischen Polarinsel dazu kommt, dass Hiroshi seinem Ziel so nahe ist wie nie zuvor.
Doch damit fangen die Probleme erst richtig an..

Wie schon erwähnt hatte ich keine Ahnung was mich erwartet. Umso überraschter war ich als das Buch zu Anfang in Tokyo spielte. Ich kannte alle genannten Orte bis auf den Schrein und befand, dass Andreas Eschbach gut recherchiert hat. Nur bei der tiefen Verbeugung hat er meines Erachtens einen kleinen Fehler gemacht. Aber das sei geschenkt. (Sorry kleiner Insider ^_-)
Den Aufbau der Geschichte fand ich äußerst gelungen. Man beginnt in der Kindheit von Hiroshi und Charlotte und bekommt dann aber nur die Perioden ihres Lebens erzählt, die wirklich spannend sind. Ist in der Zwischenzeit etwas wichtiges geschehen, wird es irgendwann später in einem Gespräch erwähnt. Die Lösungen der vielen Fragen, die sich der Leser stellt, werden nur nach und nach enthüllt und die wichtigste Frage selbstverständlich erst ganz zum Schluß. So bleibt das Buch durchweg spannend, bis auf vielleicht einige wenige Abschnitte. Ich hatte eigentlich zu keiner Zeit das Gefühl das Buch sei langatmig.
Von der Technik, die in dem Roman beschrieben wird, verstehe ich zu wenig als dass ich sie beurteilen könnte, also lasse ich das. Man darf aber natürlich nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen Science Fiction Roman handelt, auch wenn er sich sehr auf unsere Zeit und Welt bezieht (so wird einer der Charaktere zum Beispiel mit dem Aussehen von Cpt. Jack Sparrow alias Johnny Depp beschrieben).

Der Sprecher, Sascha Rotermund, war sehr angenehm zu hören. Die Stimmen hat er nicht sonderlich verschieden klingen lassen aber das stört nicht denn man weiß eigentlich immer wer gerade spricht. Ich würde nicht vor einem weiteren Hörbuch mit ihm als Sprecher zurück schrecken.

Freitag, 14. September 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 26

26. Nun zur Kunst! Zeichnest du deine Figuren? Zeichnen andere sie? Nimm eine deiner eigenen Figuren und zeig uns dein Lieblingsbild von ihr!
 

Ich kann überhaupt nicht zeichnen >.< Habe mich mal im Mangastil versucht, aber ich kann es nicht leiden wenn Buchcover im Mangastil gehalten sind. Also warum sollte ich ein großes Interesse daran haben sie so zu zeichnen?^^
Hab aber trotzdem nochmal nachgesehen, ob ich irgendwo im Internet noch die Zeichnungen einer Freundin von den Micusekiar Chars habe.. Habe ich nicht.. Aber faszinierend, habe dafür gaaaaanz viele andere zu einer uuuralt Story gefunden, die ich glatt schon wieder vergessen hatte.. Davon kann ich euch ein Bild zeigen. Nur bitte nicht hauen, die Bilder sind echt alt und ich konnte noch nie gut zeichnen.


Und die Posen sind sowieso geklaut.. naja.. so war ich früher eben.. Posen abgezeichnet, Charaktere nach eigenen Vorstellungen verändert^^


Das ist ein Bild aus der Fortsetzung, die ich leider nicht mehr habe. Diese Pose ist sogar nicht abgezeichnet^^ Deshalb ist der Arm auch fast so lang wie die ganze Person..

Die Geschichte zu den Bildern gibt es hier: klick
Aber vorsicht, sie ist alt und schlecht! 1000 Rechtschreib- und Satzbaufehler. Also für jeden etwas, der sich mal amüsieren möchte..

Dienstag, 11. September 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 25

25. Haben irgendwelche Figuren von dir Haustiere? Erzähl uns von ihnen!
 

Nope, keine Haustiere. Außer man bezeichnet Jolanders Pferd als Haustier. Das ist ihm sehr wichtig und man könnte es schon fast als abnormale Zuneigung bezeichnen. Da ich aber keine Lust habe in der Geschichte selbst näher darauf einzugehen, findet es nur hier eine besondere Erwähnung. Joa.. ansonsten ist über Eri auch nichts großartiges zu berichten, ist halt ein Pferd.. Wenn auch ein gutes ^_-

Freitag, 31. August 2012

Percy Jackson - Diebe im Olymp

Infos zum Buch:
Percy Jackson
Diebe im Olymp
von Rick Riordan
Verlag: Lübbe Audio
Laufzeit: 5Std (gekürzt)
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN 3785740050
16,99€ bei Amazon
Klappentext:
Als sich Mrs. Dodds, die neue Mathelehrerin, in eine stinkende Furie verwandelt und über ihn herfällt, ahnt Percy schon, dass er sich schleunigst aus dem Staub machen muss. Auf der Flucht gelangt er ins Camp der Halbblüter, wo die Kinder der Götter leben. Percy erfährt, dass er der Sohn des Poseidon ist. Große Aufgaben warten auf ihn: er soll sich auf die abenteuerliche Suche nach dem Dieb des Blitzes Zeus machen. Wenn die Mission fehlschlägt, droht ein Krieg unter den Göttern...
[Quelle: Audible]

Irgendwo hatte ich eine Rezension oder einen Vergleich zwischen Film und Buch gelesen und ab da war mir klar, ich wollte die Bücher ebenfalls lesen! Wie das bei mir aber so ist, lese ich sie nun doch nicht, sondern höre sie als Hörbuch. Es stört mich zwar sehr, dass ich nur diese gekürzte Fassung hören konnte, aber leider werden ja immer noch und wohl auch weiterhin sehr sehr viele gekürzte Hörbücher produziert.. *seufz* Und ich komme einfach nicht zum Lesen..
Percy Jackson ist ein 12 jähriger Junge, der überall in Schwierigkeiten gerät. Deshalb muß er jährlich die Schule wechseln, weil ihn keine behalten will. Bei einem Schulausflug ins Museum von New York geschieht wieder etwas Seltsames, das auch bei dieser Schule das Fass zum Überlaufen bringt.
Percys Mathelehrerin, die er absolut nicht leiden kann, greift ihn an. Vorher verwandelt sie sich allerdings in ein fledermausflügliges Geschöpf. Sein Lateinlehrer kommt ihm unverhofft zu Hilfe und wirft ihm einen Kugelschreiber zu, der sich in ein Schwert verwandelt. Mit diesem besiegt er seine Mathelehrerin.
Percy hat keine Ahnung was da genau passiert ist und sein Lateinlehrer weigert sich ihm Auskunft zu geben. Auch sein bester Freund, Grover, scheint etwas zu wissen, doch der verrät ebenfalls nichts.
In den Sommerferien, die er zum Teil mit seiner Mutter am Meer verbringt, kommt es dann zu einem Vorfall, den niemand mehr leugnen kann. Grover spürt die Beiden in deren Ferienhaus auf und berichtet von einer großen Gefahr. Zusammen fliehen die drei und Percys Mutter entschließt sich schweren Herzens ihren Sohn ins Camp Halfblood zu schicken, den vermutlich einzig sicheren Ort für ihn.
Hier erfährt Percy nun endlich, dass er der Sohn eines Gottes ist, weshalb böse Kreaturen auf ihn Jagd machen. Außerdem scheint er der verbotene Sohn eines der großen drei, bzw. zwei zu sein. Hades hat keinen Thron auf dem Olymp, also bleiben noch Poseidon und Zeus..
Der Olymp steht vor einem großen Krieg. Zeus beschuldigt Poseidon seinen Blitzstab gestohlen zu haben, doch Poseidon bestreitet dies. Zeus setzt ihm eine Frist bis zur Sommersonnenwende. Sollte der Stab bis dahin nicht wieder aufgetaucht sein, würde er zu den Waffen greifen. Um dies zu verhindern wird Percy auf die Suche nach dem Blitz geschickt, denn was gäbe es für ein besseres Friedensangebot als wenn Poseidons Sohn Zeus Stab zurückbringen würde?
Also begibt sich Percy zusammen mit seinen beiden Freunden Annabeth, Tochter der Athene, und Grover, einem Satyr, auf eine sehr gefährliche Reise quer durch die USA.

Schon die ersten Sätze des Buches haben mich absolut gefesselt. Ich weiß nicht was genau es war, aber ich glaube der Stil wie Percy seine Geschichte erzählt. Er war so frisch und munter und hat mich immer wieder zum Lachen gebracht.
Auch wenn zum Beispiel die Tatsache, dass Percy Poseidons Sohn ist, ziemlich vorhersehbar war, hat mich das Buch an anderen Stellen doch ganz schön an der Nase herum geführt. Ich habe zu oft vergessen, dass es sich dabei um ein Kinderbuch handelt und deshalb nicht Annabeth die böse Verräterin ist, sondern wirklich eine Freundin, die es ernst mit Percy meint.
Eigentlich kann dieses Buch aber nicht leugnen ein Kinderbuch zu sein, denn die Kämpfe werden sehr oberflächlich beschrieben. Auch die Lösungen der Probleme sind sehr einfach gehalten und nicht tiefgreifend. Dadurch kann die Handlung sehr schnell vorangetrieben werden und man wird so mit einem 5 Stunden kurzen Hörbuch bedient.
Für alle, die es nicht kompliziert mögen und keine Probleme mit einer sehr einfach gestrickten Story haben, ist dieses Buch für Zwischendurch auf jeden Fall zu empfehlen.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Hören und habe gleich hinterher das zweite Buch begonnen..

Der Sprecher, Marius Clarén, hat seine Arbeit sehr gut gemacht. Er hat die verschiedenen Charaktere unterschiedlich ausgearbeitet und ihnen somit eine eigene Stimme verliehen. Er ist ein Sprecher, von dem ich immer gerne etwas hören werde.

Donnerstag, 30. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 24

24. Wie bereit bist du, deine Figuren zu töten, wenn der Plot danach verlangt? Was ist die interessanteste Art, auf die du jemanden umgebracht hast?
 

Jop, ich bin bereit wen auch immer von meinen Chars zu töten. Kein Problem, ich bin Fan davon Hauptcharaktere über den Jordan zu schicken!


Und.. ich habe noch niemanden umgebracht *lach* Aber in Micusekiar wäre das durchaus denkbar.. Muß ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht in einem alternativen Ende^^ Charaktere habe ich auf jeden Fall genug, da kann ich welche entberen..

Ansonsten ist nur jemand in einer imaginären Fortsetzung gestorben, die nichts zur Sache tut.

Dienstag, 28. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 23

23. Wie lange brauchst du normalerweise, um eine ganze Geschichte fertigzustellen - vom Planen über das Schreiben bis zur Online-Veröffentlichnug (wenn du deine Arbeiten postest)?
Das kann ich nicht ganz genau sagen.. Meine kurzen Fragmente sind im üblichen Manuskript-Format in Word etwa 6 Seiten lang. Ebenso "Anderswelt". "Kimmo" ungefähr 30.
Anderswelt und Kimmo habe ich sehr schnell geschrieben. Die erstere habe ich dann aber bewusst lange liegen lassen bevor ich sie nochmal überarbeitet habe. Vielleicht einen Monat. Die Überarbeitung hat dann nochmal 1-2 Tage gedauert. Zusammen gefasst habe ich vielleicht 4 Tage dran gesessen.
Bei Kimmo sieht das Ganze anders aus. Das Schreiben ging schnell, vielleicht eine Woche, komplett auf dem Handy getippt..
Die erste Überarbeitung ging auch fix. Aber dann habe ich mir die Geschichte nochmal durch gelesen und fand sie furchtbar. Danach folgten noch zwei weitere Bearbeitungen bis ich mich entschlossen habe die Story zum Großteil nochmal neu zu schreiben. Da gab es auch wieder Überarbeitungen + zwei Szenen, die ich für das Internet noch entschärfen wollte. Für 30 Seiten habe ich also gut und gerne 3 Wochen gebraucht, wenn nicht mehr. Ohne die ewig lange Pause zwischen drin..
An den Micusekiar Fragmenten sitze ich länger. Die Geschichte ist zwar mein Traum, aber dadurch auch unheimlich schwer zu schreiben. Oftmals schreibe ich an einem Tag nur zwei Sätze, dann wieder zwei Wochen nichts, dann wieder ein paar Sätze..
Und wenn ein Fragment fertig ist tue ich mich mit der Überarbeitung mindestens nochmal genauso schwer^^
Das Planen dauert auch unterschiedlich lange. Manchmal habe ich die Story plötzlich einfach so im Kopf und Einzelheiten ergeben sich beim Schreiben, manchmal brüte ich Tage über den Ablauf bestimmter Ereignisse.. Ab und zu spiele ich die gesamte Geschichte auch über einige Tage hinweg im Kopf durch. Das ist bei mir total verschieden^^

Montag, 27. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 22

22. Erzähl von einer Szene zwischen deinen Figuren, die du nie geschrieben oder jemandem erzählst hast. Sie muss nicht ernst gemeint sein.
So eine tolle Frage, aber so eine langweilige Antwort.. Es gibt eine Person, der schicke ich alles zur Ansicht (ob es dann auch wirklich gelesen wird sei dahin gestellt..) Selbst meine unzensierten "romantischen Szenen".
Klar gibt's aber einiges aus meinen Geschichten, das ich bis jetzt nur im Kopf habe, aber ist das bei dieser Frage gemeint? Sieht mir ja eher so aus als würde sie auf verwerfliche Details anspielen ^_-
Ansonsten ganz unspannend.. Das Kennenlernen zwischen Ian und Chris. Eine Geschichte, die ich noch nicht geschrieben habe, weshalb sie noch keiner außer mir kennt, die ich aber gerne zumindest für mich noch aufschreiben möchte.
Mir wichtig, aber nichts Besonderes und nichts skandalöses..
Obwohl es da eine recht witzige Szene gibt als Ians Vater früher als angekündigt nach Hause kommt... Aber nein, das führe ich jetzt nicht weiter aus.. Ihr könnt eurer Phantasie freien Lauf lassen, aber seid versichert, es ist nur amüsant, nicht schlimm ^_-

Samstag, 25. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 21

21. Hat eine deiner Figuren Kinder? Wie gut kannst du die rüberbringen?
Alle meine Charaktere aus Micusekiar sind noch jung und ungebunden. Ab und zu bekommt man einen Einblick in deren Kindheit, aber nicht in ihr Erwachsenenleben. Beziehungsweise wird Micusekiar mit den ziemlich Erwachsenen Charakteren enden, aber über Kinder habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Wieder ein Punkt mehr, den ich auf meine "zu Überdenken" Liste setzen kann..

In meiner neuen Story hat die Hauptprotagonistin ein Kind. Ich glaube aber nicht, dass ich das wirklich gut rüber bringen kann. Ich habe keine Kinder und auch keine Kinder in dem Alter in meinem Umfeld. Auf meine eigene Kindheit kann ich auch nicht zurückgreifen, da es in der Geschichte ein Junge ist..

Donnerstag, 23. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 20

Über meinen Urlaub habe ich diese Aktion irgendwie vergessen ^^;;
Aber jetzt geht es wie gehabt weiter.

20. Über welche Begegnungen und Handlungen schreibst du am liebsten?
Ich schreibe gerne Begegnungen zwischen Charakteren, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen passen. Allerdings finde ich auch, dass ich die Konflikte, die daraus resultieren, nicht gut rüber bringen kann :(
Genau diese Szenen muß ich mehrfach überarbeiten und denke trotzdem jedes Mal, dass sie nicht glaubhaft wirken *seufz* Aber, wie heißt es so schön? "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen." Da heißt es üben, üben und nochmals üben^^

Freitag, 10. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 19

19. Lieblingsnebenfigur, die sich in Rampenlicht gedrängt hat - und warum!
Bis jetzt habe ich noch keiner Nebenfigur die Möglichkeit gegeben.. Aber es gibt Kandidaten! Zum einen bin ich mir bei Nenish noch gar nicht sicher ob sie Hauptcharakter oder Nebencharakter wird, Potential hat sie für beides..
In der Vampirstory könnte Chris eventuell in den Vordergrund rücken, ich liebe ihn >.<
Er hat Mumm und wagt es Alexis nicht ihrem Stand gerecht zu behandeln.. Das rührt daher weil er in beiden Welten zu Hause ist.. Außerdem hatte er eine schwierige Kindheit, kein Wunder dass er gestärkt daraus hervorging. Dazu ist er noch sehr intelligent und weiß genau was er will. Ich mag ihn einfach^^

Donnerstag, 9. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 18

18. Lieblingsschurke! Warum?
Ganz ehrlich? Ich habe noch keinen Schurken ausgearbeitet^^;; Bis jetzt kommen meine Geschichten ohne Schurken aus.. In Micusekiar gibt es zwar etwas Böses, aber dieses Böse kann man nicht als Schurken bezeichnen.
Ich glaube dieses 30 Tage Projekt hat sich schonmal gelohnt.. In meiner Vampirgeschichte ist eindeutig Platz für einen fiesen Schurken^^

Dienstag, 7. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 17

17. Lieblingsprotagonist! Warum?
Alexis. Weil sie cool ist!

Würde ich jetzt gerne schreiben, aber das ist ja zu langweilig^^
Ich mag viele meiner Charaktere.. Alexis, Jolander, Chris, aber auch Charaktere aus älteren Geschichten, die total peinlich sind. Ich denke dann immer an die Zeit, in der ich diese Charaktere erfunden habe und werde etwas nostalgisch.
Gründe warum ausgerechnet diese Charaktere, kann ich nicht mal unbedingt sagen. Es sind auch nicht immer Hauptcharaktere. Aber sie schleichen sich heimlich still und leise in mein Herz und nisten sich dort ein.
Ein bisschen ist das zu vergleichen mit echten Menschen. Wenn man gefragt wird, was man an einem anderen Menschen mag, weshalb man mit ihm befreundet ist, kann man unglaublich viele Adjektive runterrattern. Aber im Prinzip sind diese ja doch keine echten Gründe, warum man diese Person so sehr mag. Schließlich gibts sicher unglaublich viele Menschen mit genau den gleichen Eigenschaften, mit denen man aber trotzdem nicht unbedingt befreundet sein möchte.
Schwer auszudrücken -.- Ich hoffe ihr wisst worauf ich hinaus möchte^^
Die Chemie muß einfach stimmen^^

Montag, 6. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 16

16. Schreibst du über romantische Beziehungen? Wie tust du das, und wie weit bist du beim Schreiben bereit zu gehen?
Ja, ich schreibe darüber. Ich gehe sehr weit, aber ich würde niemals niemals niemals so eine Szene veröffentlichen. Das ist mir peinlich ^^;;
Früher habe ich das getan, aber inzwischen schreibe ich diese Szenen zweimal. Einmal für mich wie sie halt gehören und einmal zensiert für das Internet.
Ich habe keine bestimmte Vorgehensweise wie ich romantische Beziehungen und deutliche Szenen schreibe.. Sie sind grundsätzlich sehr klischeehaft und ich schreibe sie halt einfach so runter^^

Sonntag, 5. August 2012

彩夏祭 - 朝霞市民まつり

Drei Tage lang herrscht Ausnahmezustand in Asaka. Wenn im Sommer das Matsuri stattfindet!
(Nein, eigentlich ist bis zum Nachmittag alles normal, aber pssst...)

Am Freitag Abend bin ich mit Laura, die mich für ein paar Tage in Tokyo besucht hatte, Richtung Kita-Asaka gefahren um dort den Festplatz zu besuchen.
Als Festplätze dienen bevorzugt Baseballfelder, die sich durch ihre Form auch wirklich gut dafür eignen.
Es ist nicht ganz so leicht bei solch einem Event Parkplätze für die Fahrräder zu finden, so haben wir gleich den ersten Einweiser, den wir gesehen haben, nach einem Platz gefragt. Es schien so, als wenn er uns Kilometerweit zur nächsten Schule schicken wollte. Auf den Fußweg hatten wir keine Lust und so haben wir dann doch, wie so viele andere auch, den Conbini-Parkplatz in Beschlag genommen..
Der Platz bestand dann aus einer Bühne in der Ecke des Baseballplatzes und einem Stand mit Essen neben dem nächsten.


Gegessen haben wir trotzdem nicht wirklich viel.. Das Spannende ist in Japan ja auch nicht das japanische Essen, sondern das Amerikanische. Bei jeder Gelegenheit mache ich mich darüber her.. Pfui Anika!
Also gab es Hotdog, Pommes, Chicken Nuggets (die leider gar nicht gut waren) und für Laura eine Frankfurter, die in Japan aber Frankfurt heißt.
Zum Matsuri gehören auch die Masken. Was früher bestimmt mal anders aussah, jetzt aber zu einer kunterbunten Plastikauswahl mutiert ist.. Selbstverständlich mussten wir uns dem Trend anschließen, weshalb Laura als Pikachu und ich als Baikin-man unterwegs waren. Allerdings setzt man die Masken nicht richtig auf, wäre auch viel zu warm, sondern trägt sie schräg am Kopf.


Eine andere Tradition ist das Goldfisch angeln. Dafür bekommt man eine runde Papierscheibe, mit der man einen Fisch in einen Behälter befördern muß. Das ist natürlich nicht so einfach, weil das Papier schnell reißt. Damit die Kinder nicht allzu traurig sind, bekommt man pro kaputtem Papierdingens dann 2-3 Goldfische. Laura hatte im Endeffekt 6, die jetzt im Wasserbottich meiner Gastmutter ihr Dasein fristen müssen, zusammen mit denen, die schon vorher drin waren..
Um 21h war dann Schicht im Schacht, aber angestachelt von der guten Stimmung haben wir am Bahnhof Halt gemacht um zum Karaoke zu gehen.
(Ja, ich glaube auch, dass ich krank bin.. Am Wochenende vorher Tanzen, jetzt Singen.. Was ist da los???)
Die ganze Sache war absolut lustig, da selbstverständlich die Anmeldung und das Gerät auf Japanisch waren und wir kein Wort verstanden.. Naja.. die Anmeldung war weniger das Problem. Die Jungs, die dort gearbeitet haben, waren aber sehr freundlich und haben uns dann doch schnell erklärt, wie wir zumindest nach Titeln suchen konnten. Nur irgendwie waren alle Titel, die wir gesucht haben, nicht vorhanden.


Trotzdem hatten wir, glaube ich, viel Spaß.. Laura hat auch die Videoaufnahme ihrer Kamera bemüht, wobei ich hoffe diese Videos NIE NIE NIE zu sehen!!! Da kam dann sowas nettes vor wie: "Somewhere... Oh! Ein Erdbeben!" "Das Wackeln unter'm Hintern war ein Erdbeben?" "Jop! .. over the Rainbow - Bluebirds fly.."
Die Goldfische haben die Stunde Krach auch überlebt, ob unbeschadet weiß ich aber nicht.

Am nächsten Tag musste sich Laura leider verabschieden, da sie nach Kyoto weiter fuhr. Hotel war schon gebucht und ihre Gastfamilie nötigt sie dazu "Kultur zu erleben".
Aber ich musste eh zur Arbeit, wenn auch nicht zur sonst üblichen.. Ich sollte beim Matsuri helfen. Die Arbeitskleidung hatte ich schon tags zuvor bekommen. "Safety Drive" stand drauf.. "Da haben sie ja die Richtige erwischt" dachte ich mir.. "wenn die wüssten was ich für böse Autorennvideos in meiner Freizeit gucke.." Allerdings ging es weniger um's Autofahren als darum, dass man seine Handtasche im Fahrradkorb vor vorbeifahrenden Handtaschendieben auf Motorrollern schützen soll.. Zumindest habe ich das daraus geschlossen, was auf unseren Werbefächern abgebildet war. Im Endeffekt hatten wir nur ein Polizeiauto und -motorrad vor unserem Stand, Kinder konnten sich damit fotografieren lassen und durften im Anschluss an einer Tombola teilnehmen. Ich war für das Nachlegen der Trostpreise zuständig und die Zeit verging wie im Fluge.


Um 15h waren die Polaroidfilme alle und so wurde eine Stunde vor dem eigentlichen Ende abgebaut. Ich bin nicht gleich von dort aus weiter gezogen und habe mir das restliche Matsuri angesehen, sondern bin erstmal nach Hause um mich umzuziehen. Erst um 17h bin ich wieder los. Musste mein Fahrrad am entlegendsten Ende abstellen, da alle anderen Fahrradparkplätze schon voll waren, und habe mich langsam aber sicher zum Burgerstand vorgearbeitet. Die Burger hatte ich während meiner Arbeit entdeckt und sahen so lecker aus, dass ich unbedingt einen probieren musste. Zwar stand der gepfefferte Preis von 1000¥ dran, aber immerhin habe ich ihn für 100¥ billiger bekommen. 9€ sind trotzdem ganz schön happig, aber ich war wenigstens satt hinterher.


Unterwegs habe ich viele Tanzgruppen, Yukata und Essenstände fotografiert, von denen ich euch natürlich auch eine kleine Auswahl zeigen möchte, bevor ich dann zum Feuerwerk komme..







Das Feuerwerk war von 19h-20h angesetzt. Als es anfing dachte ich noch, das Alstervergnügen könne locker mithalten. Aber dann waren da doch einige "Feuerblumen", die unglaublich schön waren und bei denen ich mir sicher bin, dass ich sie so noch nicht gesehen habe.
Allerdings muß ich zugeben, dass mir die Begleitmusik fehlte..


Nach dem Hanabi bin ich langsam Richtung Fahrrad geschlendert, habe aber nochmal kurz an einer Bühne halt gemacht, auf der zwei Typen gesungen haben.
Hat sich gar nicht mal so schlecht angehört, nur leider kann ich nicht herausfinden wie sie heißen, da das Programmheft nur bis 18.40h geht und es nun ja schon nach 20h war..


Matsuri ist wirklich ein tolles Event und ich bin gespannt wie der Tag heute weitergeht ;)

Donnerstag, 2. August 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 15

15. Halbzeit! Erzähl uns von einem Schriftsteller, den du bewunderst, egal ob Profi oder nicht.
Eigentlich bewundere ich alle Schriftsteller, die ein eigenes Projekt zu Ende führen. Ich selbst habe 0 Durchhaltevermögen. Bis jetzt habe ich nur kurze Geschichten und Fanfictions zu Ende gebracht und die Summe der angefangenen Geschichten ist weitaus höher als die der beendeten..
Eigentlich gibt es auch keinen einzelnen Schriftsteller, zu dem ich aufblicke. Ich mag Haruki Murakami sehr gerne, lese auch alles von ihm, aber als Idol bezeichne ich ihn nicht. Ich möchte auch gar nicht so schreiben wie er.. Dasselbe bei Frank Herbert. Oftmals geht es mir eher so, dass ich ein Buch lese und denke "Wow! Der Autor hat aber eine geniale Fantasie. So würde ich auch gerne schreiben können." Das bezieht sich oft aber nur auf Einzelwerke, weshalb meine Geschichten sehr viele unterschiedliche Einflüsse haben.

Dienstag, 31. Juli 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 14

14. Wie erstellst du, so gebraucht, Stadtpläne und Landkarten? Hast du welche zum Vorzeigen?
Nur für Micusekiar habe ich bis jetzt eine Karte gezeichnet. Für die anderen Geschichten sind Karten nicht notwendig. Bis jetzt brauchte ich die Micusekiar-Karte hauptsächlich um mich selbst zu orientieren und die Reiseroute der Charaktere nachzuvollziehen. Sie ist nicht wirklich ausgearbeitet und im Prinzip sieht man nur den Umriss des großen Landes und die Grenzen der 5 Staaten zueinander. Dann noch ein/zwei Gebirge und einen Fluss^^ Also spannend ist das nicht wirklich..
Das Land entworfen habe ich nach dem Storyverlauf. Die Grundstruktur stammt aber nicht von mir, sondern noch aus der Schulzeit von meiner Freundin. Ich habe nur einige Dinge verändert und angepasst, so das gewisse Handlungen logischer werden.

Montag, 30. Juli 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 13

13. Über welche Kultur - fiktiv oder echt - schreibst du am liebsten?
Ich hoffe, ich schreibe bald am Liebsten über die Ainanur. Das ist ein spezielles Volk in Micusekiar mit einer für diese Welt ganz eigenartigen Kultur, die sich sehr von den restlichen dort unterscheidet. Bis jetzt ist diese eine Person aus diesem Volk aber noch nicht aufgetaucht, weshalb ich auch noch nichts über sie geschrieben habe. Allerdings mache ich mir selbstverständlich schon viele Gedanken über sie.
Es wird ein in Technik vernarrtes Volk inmitten einer eher mittelalterlichen Welt werden, weshalb die übrigen Bewohner ihnen magische Kräfte nachsagen..

Dienstag, 24. Juli 2012

30 Tage über's Schreiben bloggen - Tag 12

12. In welcher Geschichte hast du die beste Welt gebaut? Hast du ein paar Tipps dazu?
Da ich bis jetzt nur eine Welt "gebaut" habe, die sich grundlegend von unserer unterscheidet, nenne ich jetzt einfach diese: Micusekiar.
Es ist eine sehr einfach gehaltene Welt, weshalb ich auch keine Tips geben kann. Solch eine Welt, ohne spezielle Naturgesetze, bekommt wohl jeder erschaffen^^
Ich habe mir eine Fantasy-Welt ausgesucht, die nach den gleichen Prinzipien funktioniert wie unsere Welt. Mit ein wenig Magie, bzw. fehlt eben gerade diese und Menschen mit besonderen Gaben. Dazu ein wenig Mittelalterflair durch die Leute aus Arimor. Ein wenig Dune bei Thekla und ihrem Volk und fertig war sie..
Naja, ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber ich wollte schon die Dinge darin vorkommen lassen, die ich einfach gerne mag. Aber das ist selbstverständlich nicht alles ^_-

Montag, 23. Juli 2012

Das Blut

Infos zum Buch:
Das Blut
von Guillermo del Toro, Chuck Hogan
Verlag: Random House Audio
Laufzeit: 12Std (ungekürzt)
Erscheinungsjahr: 2010
29,95€ bei Audible
Klappentext:
Nachdem ein mysteriöser Vampirvirus New York befallen hat, droht sich die Seuche nun über das ganze Land, ja die ganze Welt zu verbreiten. Ephraim Goodweather, der Chef des New Yorker Seuchenpräventionsteams, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den blutrünstigen Monstern, die die Straßen der Stadt unsicher machen, die Stirn zu bieten. Es gelingt ihm, den Parasiten, der die Infektion hervorruft, zu identifizieren. Doch er kommt zu spät: Zwischen den Vampiren der Alten und der Neuen Welt bricht ein gnadenloser Krieg aus, und beide Seiten schrecken vor nichts zurück, um die Herrschaft über den Planeten zu übernehmen. Der Kampf um die Zukunft der Menschheit hat begonnen... [Quelle: Audible]

Das Blut Ein Buch, das mir schon vor langer Zeit von einem Kollegen empfohlen wurde und seitdem auf meiner Wunschliste stand.
Leider ist es der zweite Teil einer Reihe und der erste Teil "Die Saat", hat bei Audible viele schlechte Rezensionen bekommen, weshalb ich sehr unschlüssig war, ob ich es mir holen soll. Manche behaupteten auch, man könne "Das Blut" getrost hören ohne vorher "Die Saat" gehört zu haben, weil am Anfang sowieso nocheinmal alles wiederholt würde. Ich war so unschlüssig was ich nun mit diesen beiden Büchern anfangen sollte, dass ich bis jetzt keins gehört habe.. bis jetzt..

Plötzlich bekam ich tierische Lust auf "Die Saat". Leider hat das Buch aus welchen Gründen auch immer bei mir nicht funktioniert und somit blieb mir wohl nichts anderes übrig als doch zu "Das Blut" zu greifen.

New York wird von Vampiren überschwemmt. Es herrscht Ausnahmezustand. Viele Viertel stehen in Flammen, die Infrastruktur ist zusammen gebrochen und die Regierung tut nichts.
F, Vasiliy und Setrakian sehen aber nicht tatenlos zu, wissen sie doch mehr als die restliche Bevölkerung. Sie wissen wie man Vampire tötet und wer hinter der Ausbreitung des Vampirviruses steckt. Gemeinsam versuchen sie trotz allen Widrigkeiten den Meister der Vampire zu bekämpfen.

Ersteinmal kann ich nicht bestätigen, dass in diesem Buch am Anfang die Geschehnisse aus "Die Saat" noch einmal wiederholt werden. Ich wurde in die Handlung hineingeschleudert und musste mir alles was im ersten Teil passiert ist selbst aus den Informationsbrocken zusammenpuzzeln. Es ist aber nicht so, dass ich jetzt die Lust auf "Die Saat" verloren habe, obwohl ich inzwischen weiß was darin passiert. Ich bin vielmehr neugierig auf die vielen Einzelheiten wie die ganzen Dinge geschehen konnten. Ich werde also zusehen, dass ich das Hörbuch noch zum Laufen bekomme.
Mit den in diesem Buch beschriebenen Vampiren konnte ich sehr gut leben. Ich mag ja diese ganzen Liebesgeschichten mit Vampiren nicht sonderlich und so etwas musste ich hier nicht befürchten. Trotzdem habe ich den Hintergrund der Alten noch nicht ganz verstanden. Ich hoffe, in Teil 3 wird noch mehr erklärt. Ich habe eigentlich das ganze Buch über nichts hinterfragt, die Vampire erschienen mir logisch. Nur gegen Ende gab es da eine Sache, die ich etwas seltsam fand. Darüber muß ich nochmal mit jemandem diskutieren, ich will wissen ob es nur mir so geht..
In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass sich "Das Blut" wie das Drehbuch zu einem Actionfilm liest. Das kann ich allerdings bestätigen. Aber genau das bringt auch wirklich Spaß. Es passiert einfach immer etwas, selbst wenn die Handlung nicht schnell vorangetrieben wird. Mir ist während des Hörens kein einziges Mal langweilig geworden. Trotzdem verspüre ich nicht das dringende Bedürfnis gleich den dritten Teil hinterher zu hören. Für mich steht fest, ich möchte ihn hören, aber Perry Rhodan und Dragonbound gehen erst einmal vor.

Sonntag, 22. Juli 2012

Serien in Progress.. (Teil 7)

Bubblegum Crisis

Ein absoluter uralt Anime! Aber zumindest früher war er unter den deutschen Animefans Kult. Ob ihn von den heutigen noch jemand kennt, weiß ich nicht. Schade wäre es wenn nicht, denn es handelt sich hierbei noch nicht um so eine neumodische, glänzende, computeranimierte Serie. Ich kann mich noch erinnern, dass Cels von Bubblegum Crisis hoch gehandelt wurden..

Nach einem katastrophalen Erdbeben in Japan hat sich die Stadt Tokyo verändert. Immer häufiger geraten sogenannte Boomer (intelligente Roboter in Menschengestalt) außer Kontrolle und bringen unschuldige Menschen in Gefahr. Die AD Police muß fast immer machtlos zusehen. Aber da gibt es zum Glück noch die Knight Saber, 4 Frauen, die in ihren überlegenen Hardsuits den Boomern entgegen treten. Langsam aber sicher kristallisiert sich heraus, dass ein großer Konzern die ganze Zeit seine Finger mit im Spiel hatte und versucht hat seine eigenen Pläne zu verwirklichen..

Bubblegum Crisis 2032-2033 ist keine TV-Serie, sondern eine OVA. Sie hat nur 8 Folgen, die auch nicht unbedingt die Standardlänge einer TV-Folge haben müssen.
Ein besonderes Flair verbreitet schon alleine der Soundtrack von "Priss & the Replicants". Immer wenn ich Konya wa Hurricane höre, fühle ich mich in mein Kinderzimmer zurückversetzt, vor meinem Fernseher sitzend und gespannt darauf wartend, dass Neon Genesis Evangelion endlich anfängt.
Auf den Videokassetten von OVA-Films war immer auch der Bubblegum Crisis Trailer mit diesem Lied. Vielleicht war es sogar das Intro zur ersten Folge, das ich am Ende der Vorstellung posten werde.
Priss ist gleichzeitig eine der Hauptpersonen dieser Serie und mit dem Singen verdient sie ihren Lebensunterhalt.
Bubblegum Crisis war zu meinen Zeiten ein "must see" und ich erinnere mich gerne daran zurück. Etwas abenteuerlich gestaltete es sich dann an den Dreiteiler Bubblegum Crash heranzukommen (man bedenke, dass zu dieser Zeit alle Computer noch Diskettenlaufwerke und ein Zip - Laufwerk eine unglaubliche Speicherkapazität von 100MB hatte!). Als dann aber die neue TV-Serie Bubblegum Crisis 2040 startete, war diese schon in ein glänzendes Gewand gehüllt und eindeutig leichter zu beschaffen. Der Soundtrack war vom Stil leicht anders, aber immer noch unglaublich passend.