Dienstag, 30. August 2011

Schoßgebete

Infos zum Buch:
Schoßgebete
von Charlotte Roche
Verlag: Osterwoldaudio
Laufzeit: 9Std 40min
Erscheinungsjahr: August 2011
ISBN: 3869520884
16,99€ bei Amazon
Klappentext:
Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann’s losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei. Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Liza, und es gibt den Exmann, Lizas Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören. – »Schoßgebete« erzählt von Ehe und Familie wie kein Roman zuvor. Radikal offen, selbstbewusst und voller grimmigem Humor ist es die Geschichte einer so unerschrockenen wie verletzlichen jungen Frau.
[Quelle: Amazon]
 

Natürlich mußte ich mir dieses Buch antun. War ja schon bei Feuchtgebiete so, wer hat das nicht gelesen?
Ich gebe ehrlich zu, ich habe Feuchtgebiete gehört, allerdings nie zu Ende. Ich fand es einfach nur eklig und konnte es mir nicht weiter antun.
Schoßgebete sollte ja etwas anders sein, also habe ich es mir geliehen und innerhalb von zwei Tagen durchgehört.
Der Anfang hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Die Einleitung in die Geschichte mit der Patchworkfamilie und wie die Erzählerin ihren Mann kennengelernt hat.
Sie wirkt wie eine ganz normale Frau mit typischen kleinen psychischen Problemchen. Im Verlauf des Buches merkt man, dass diese Problemchen doch eher etwas größere Probleme sind und es ihre Familie wirklich nicht leicht mit ihr hat. Leider beginnt der Roman ab da auch wirr zu werden.
Charlotte Roche fängt an nur so zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zwischen den Schauplätzen zu springen, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß wo man vorher stehen geblieben ist. War sie jetzt gerade bei der Psychaterin und hatte ihr das alles erzählt oder war sie gerade zu Hause und man folgte ihren Gedanken?
Im Prinzip handelt der ganze Roman davon, wie sich der Unfall bei dem die Brüder der Erzählerin gestorben sind, auf ihr späteres Leben auswirkte.
Natürlich spielt auch Sex in der Geschichte eine Rolle, allerdings kommt er mir relativ nebensächlich vor, eher in Richtung "Sex sells" und "ein Roman von Charlotte Roche muß schließlich was mit Sex zu tun haben". Aber mit Feuchtgebiete ist er meiner Meinung nach gar nicht zu vergleichen. Und deshalb gefällt er mir auch besser^^
Richtig gut ist er aber meiner Meinung nach auch nicht. Eben weil die Geschichte etwas wirr erzählt wird. Aber es ist auch möglich, dass es im Buch besser rüber kommt als im Hörbuch, das kann ich natürlich nicht beurteilen.
Wer Lust auf eine psychisch kranke, sexliebende Frau und ihre Geschichte hat, kann dieses Buch gerne lesen.

Montag, 29. August 2011

Hotel China

Infos zum Buch:
Hotel China
von Hongkong Writer's Circle
Verlag: Epidu
255 Seiten
Erscheinungsjahr: Februar 2011
ISBN: 394258400X
14,90€ bei Amazon
Klappentext:
Hinter jeder Tür lauert eine Geschichte... Was kann in der Intimität eines Hotels alles passieren? Alles und nichts, wenn sie im Hotel China einchecken, einer brillianten Sammlung von Kurzgeschichten rund um Liebe, Geld und Mord, die in einem Hotel mitten im Herzen eines berüchtigten Stadtteils von Hongkong spielt, der glitzernden Empfangshalle des heutigen Chinas.
 

Dies ist das Buch, das ich bei ThrillerOnline gewonnen habe und natürlich mußte ich es sofort lesen. Ich liebe ja Kurzgeschichten und habe mich deshalb tierisch über das Buch gefreut.


Die Geschichten schwanken meiner Meinung nach sehr stark in ihrer Qualität. Was mich auch ein wenig wundert ist der kleine Text über den HongKong Writer's Circle.
Demnach haben sich in diesem Circle einige der renommiertesten Autoren der Stadt zusammengeschlossen. Was mich als erstes stutzig gemacht hat war, dass kein einziger Autor einen chinesischen Nachnamen trägt. Natürlich habe ich dann ein wenig gegoogelt und zumindest eine gebürtige Hongkongerin entdeckt aber auch einen Geschäftsführer, der das Schreiben nur als Hobby sieht und erst zwei Geschichten, eben in diesem Circle veröffentlicht hat. Ob man da von renommierten Autoren sprechen kann? Ich hätte auf jeden Fall etwas anderes erwartet, vor allem weil asiatische Literatur noch etwas ganz eigenes hat, das ich hier vermisst habe.
Auch finde ich, dass die Qualität der Geschichten vom Anfang zum Ende zugenommen hat, es waren später richtige Schmankerl dabei. Aber auch Geschichten, bei denen ich persönlich gedacht habe: "Naja, Griff ins Klo".
Wirklich gar nicht gefallen hat mir so zum Beispiel "Engel in 1208" während ich von "Der Page" sehr begeistert war.
Andere Geschichten habe ich einfach nur gelesen und nichts dabei empfunden. Also wirklich durchaus durchwachsen das Buch, aber für die Schmankerl hat es sich gelohnt!!

Freitag, 26. August 2011

Der Weg der Könige

Infos zum Buch:
Der Weg der Könige
Die Sturmlich-Chroniken Teil 1
von Brandon Sanderson
Verlag: Random House Audio
Laufzeit: 28Std (ungekürzt)
ISBN: 3453267176
39,95€ bei Audible
Klappentext:
Roschar ist eine sturmumtoste Welt, die über Jahrtausende von übermenschlichen Kriegern regiert wurde, deren Schwerter jedes Leben auslöschen konnten. Doch die Krieger sind verschwunden und Roschar droht zu zerfallen. Das Schicksal der Welt liegt nun in den Händen derer, die es wagen, die magischen Schwerter zu ergreifen...

Mit "Der Weg der Könige" eröffnet Brandon Sanderson das große Fantasy-Epos des 21. Jahrhunderts und zieht seine Leser in eine Welt, wie sie noch nie zuvor in der Literatur erschaffen wurde.
[Quelle: Audible]


Dieses Hörbuch habe ich mir gekauft, weil es mir eine außergewöhnliche und neue Welt versprach. Also nicht das Hörbuch selbst, sondern eine Rezension dazu. Und es stimmt wirklich, es ist eine Welt, die sich nach den sogenannten Großstürmen richten muß. Die Tiere haben Schalen entwickelt, in die sie sich zurückziehen können, ebenso wie die Pflanzen. Beleuchtet wird nicht mit Feuer, Öl oder ähnlichem, sondern mit Edelsteinen, die durch die Großstürme aufgeladen werden. Gleichzeitig dienen diese Edelsteine als Zahlungsmittel.
Soviel zu der Welt, die durchaus interessant ist.

Leider passiert von der Handlung her nicht so viel, ich hatte das Gefühl, dass der erste Band eher dazu diente die Charaktere vorzustellen. Begonnen hat das Buch mit einem Mord, der Voraussetzung für die spätere Handlung ist. Man erlebt ihn aus der Sichtweise des Attentäters, dem man auch später ein- zweimal wieder begegnet. Danach lernt man die eigentlichen Hauptpersonen des Buches kennen. Ein Mann, kaum dem Knabenalter entwachsen, hat sich für die Armee gemeldet und soll nun das erste Mal auf dem Schlachtfeld kämpfen. Kurz vor Beginn wird er noch einmal versetzt, in Kaladins Einheit. Diese ist dafür bekannt, dass kaum jemand im Kampf stirbt und der Hauptmann selbst wird als sturmgesegnet bezeichnet.
Wieder ein Szenenwechsel. Shallan ist auf der Suche nach Hellheit Jasnah um ihr Mündel zu werden. Jasnah ist eine umstrittene Wissenschaftlerin und die Schwester des Königs. Und sie hat einen funktionstüchtigen Seelengießer, der eigentliche Grund für Shallans Interesse an der Frau.
Nun folgt die Vorstellung des letzten wichtigen Charakters. Dalinar, der Onkel des Königs, ein Großprinz und Anführer einer großen Armee, die auf der zersplitterten Ebene für den König kämpft. Er leidet seit kurzem unter Visionen, die ihn immer während Großstürmen heimsuchen. Außerdem hat ihn der Tod seines Bruders verändert, er denkt mehr über das Königreich und die Großprinzentümer nach und beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Krieges. Dies hat ihm neuerdings den Ruf eines Feiglings eingebracht und die Leute munkeln schon er sei verrückt geworden.

Nachdem alle Charaktere einmal vorgestellt wurden, wechseln die Szenen unregelmäßig zwischen den Personen. So folgt man sehr sehr lange Zeit Dalinar und darf ab und zu Kaladin über die Schulter schauen bis man Shallan fast schon komplett vergessen hat. Und dann taucht sie plötzlich wieder aus der Versenkung auf. Ab und zu sind diese Szenenwechsel begleitet von Zeitsprüngen in der Geschichte.
Durch diese ellenlange Vorstellung der einzelnen Personen lernt man alle recht gut kennen und fast alle sind schlüssig aufgebaut. Nur Shallan macht mir zu schaffen. Sie ist eine junge Frau, die für eine Adlige keine sonderlich gute Erziehung genossen hat. Am Anfang wird sie als sehr schüchtern bezeichnet und sagt es auch von sich selbst. Gleichzeitig hat sie aber eine sehr schlagfertige Zunge. Ich finde das passt nicht wirklich zusammen und sie kommt sowieso nicht schüchtern und zurückhaltend rüber. Eigentlich sollte bei ihr eine Entwicklung vom Mauerblümchen zur selbstbewussten Frau dargestellt werden, das ist dem Autor nicht gelungen, sie wirkt von Anfang an selbstbewusst.
Jasnah dagegen ist von Beginn an eine Frau, die weiß was sie will und eine genaue Vorstellung davon hat wie man sich ihr gegenüber zu benehmen hat. Ihren Onkel kann ich leider überhaupt nicht leiden. Ein klitzekleines Problem, wo es doch wirklich sehr viele ellenlange Kapitel mit ihm gibt. Mich interessierten seine Probleme mit dem König und den Großprinzen einfach überhaupt nicht. Beziehungsweise wurden sie für mich nicht interessant dargestellt.
Kaladin finde ich dagegen wiederum sympathisch. Er hat ein großes Herz und sein Vater hat ihm beigebracht Verantwortung für diejenigen zu übernehmen, die schwächer sind als er und seiner Hilfe bedürfen. Gleichzeitig ist er ein begnadeter Krieger und guter Taktiker, gefällt mir^^
Ich denke trotzdem, dass meine Lieblingscharaktere eher Nebencharaktere sind. Zum einen ist da natürlich der Mörder in Weiß und Fels der Hornesser. Bei Jasnah bin ich mir noch nicht ganz sicher, aber irgendwie mag ich sie auch.
Ich bin mir auch noch nicht sicher ob Kaladin der Hauptcharakter ist oder Dalinar. Kaladin wird zwar eher eingeführt, kommt später aber etwas kurz. Wenn wirklich Dalinar der Hauptcharakter ist dann gute Nacht -.- Ich glaube ich mag sogar Sadeass lieber als ihn..
Da mit Band 1 hoffentlich die Vorstellung der Charaktere abgeschlossen ist, könnte Band 2, "Der Pfad der Winde", recht interessant werden. Die Story fängt jetzt richtig an, Shallan hat ihren ersten Schachzug getan und Kaladin seine Besonderheit unter Beweis gestellt. Ich möchte gerne erfahren wie es mit beiden weiter geht.
Wenn ich es richtig mitbekommen habe, ist die deutsche Version von "Der Weg der Könige" leider um einige hundert Seiten kürzer als das Original, wem die Story also gefällt darf sich wohl auf über 10 Bücher dieser Reihe freuen. Ob sie mich so lange fesseln kann weiß ich aber noch nicht.
Was mir zu Anfang auch sehr gut gefallen hat waren die kleinen Texte, die den Kapiteln vorangingen. Später verloren sie aber an Kontinuität. Manchmal fehlten sie ganz und leider waren es auch später kaum noch "gesammelte" Texte, das hat mich oft verwirrt und mir hat die Idee so gut gefallen, dass ich sie am Ende wirklich vermisst habe.

Die Hörbuchversion wurde von Detlef Bierstedt gelesen, was mir als Offenbarung-Fangirlie natürlich große Freude bereitet hat. Frauenstimmen sollte er vielleicht noch üben, aber trotzdem hat er jedem Charakter eine andere Stimme verliehen. Mir hat das Hörbuch auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Dienstag, 23. August 2011

Wohin verschwindet die Zeit nur wieder?

Inzwischen habe ich Hotel China ausgelesen und Der Weg der Könige ausgehört. Leider komme ich momentan nicht mal dazu "In Progress" anzupassen :(
Letzte Woche war der pure Streß und auch diese Woche habe jeden Tag etwas vor, aber ab Freitag geht's dann hoffentlich weiter mit einer Aktualisierung der Leseliste, einem neuen Gedankenfetzen und vielleicht sogar schon einer Rezi.
Ich schreibe auf jeden Fall schon an einer wenn ich mal ein Minütchen Zeit habe, ich hoffe ich habe sie bis Freitag fertig.
So, das war's schon, wollte nur mal ein Lebenszeichen von mir geben^^

Dienstag, 16. August 2011

Der Name des Windes

Infos zum Buch:
Der Name des Windes
von Patrick Rothfuss
Verlag: Klett-Cotta
896 Seiten
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 3608938788
24,95€ bei Amazon
Klappentext:
In Der Name des Windes erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit.
Dieses Buch hat auf eine seltsame Art und Weise zu mir gefunden und ich hätte es wahrscheinlich nie gelesen wenn nicht.. Es lag wohl mit einigen anderen bei einem Kollegen von mir im Treppenhaus zur Mitnahme und weil ich bei der Arbeit immer so fette Schinken dabei habe, hat er an mich gedacht und die dicksten Bücher für mich mitgenommen^^

Kvothe ist ein Edema Ruh, ein fahrender Schausteller. Irgendwo unterwegs schließt sich der Truppe seines Vaters ein Arkanist an. Kvothe ist von Anfang an fasziniert von ihm, so hat er doch gesehen wie Abenthy den Wind rief. Schnell freundet er sich mit dem Arkanisten an und lernt von ihm. Nicht alles, nur die Grundlagen. Denn um Arkanist zu werden müsste der außergewöhnlich begabte Kvothe auf die Universität gehen.  Einige Jahre später findet er tatsächlich seinen Weg dorthin und man begleitet ihn bei den Anfängen seiner Ausbildung.

Dieses Buch nahm mich von Anfang an gefangen. Ich fand die Art die Geschichte zu erzählen wirklich faszinierend. Man lernt den Wirt Kote kennen, plötzlich merkt man, dass wohl mehr in ihm steckt als man denkt und ehe man sich versieht ist man dabei seiner Lebensgeschichte zu lauschen. Wirklich toll und ich freue mich auf Band zwei!
Den Schreibstil mochte ich auch sehr, man konnte wirklich denken man liest das, was der Chronist niedergeschrieben hat oder als würde man selbst dort sitzen und Kvothe lauschen.. Spontan fällt mir nichts Negatives ein. Nur dass mich andere Reihen weitaus mehr für sich eingenommen haben. Könnte daran liegen, dass man von der Welt in der die Geschichte spielt noch nicht viel mitbekommen hat und die Welten sind wichtig für mich^^
Als kleiner Tip für alle, die es noch lesen wollen, am Ende befindet sich eine kleine Erklärung zu den Monaten und Wochentagen und zur Währung. Es ist auf jeden Fall hilfreich sich sie mal anzusehen.

Montag, 8. August 2011

Gewonnen?? o.O

Es gibt Montage, die fangen richtig scheiße an..
So wie der heutige.. letzte Woche war ich krank und so war ich dann das erste Mal seit 9 Tagen wieder bei der Arbeit. Kaum 5 Minuten im Gebäude war ich sowas von schlechtgelaunt.. Seltsamerweise passiert das regelmäßig wenn ich länger nicht da war. Vielleicht liegt es auch an mir -.-
Naja.. ein Muß ist natürlich der Morgenkaffee, bei dem ich nochmal fix E-Mails und meinen RSS-Feed checke. Und was fand ich da? Den Newsletter von Ralph B. Mertin von Thriller Online. Von da an wurde meine Laune schlagartig besser, so verkündete er doch frohe Botschaft für mich.
So richtig glauben tue ich es immer noch nicht, aber nachdem ich inzwischen noch 3x den Post von Ayanea gelesen habe, denke ich schon, dass wirklich ich gemeint bin.
Worum es geht? Um das hier:


Ich bin so sau glücklich, denn ich habe es bei der Verlosung auf Thrilleronline.de gewonnen :D
Ich möchte wirklich ganz ehrlich sagen, dass diese Nachricht meinen Tag in eine eindeutig positivere Bahn gelenkt hat! Vielen lieben Dank an Ralph und Ayanea!
Und weil ich ja so ein Fan von DBC bin, als Dankeschön ein Bild meiner beiden Raubkatzen.. Premiere auf meinem Buchblog^^

Samstag, 6. August 2011

Biss zum ersten Sonnenstrahl

Infos zum Buch:
Biss zum ersten Sonnenstrahl
Das kurze zweite Leben der Bree Tanner
von Stephenie Meyer
Verlag: Carlsen
208 Seiten
ISBN: 978-3551582003
15,90€ bei Amazon
Kurzbeschreibung:
Ein Blick auf die dunkle Seite von Bellas und Edwards Welt: Das ist der neue Roman von Stephenie Meyer.
Bree Tanner ist eine der neugeborenen Vampire, die Victoria im dritten Band, "Bis(s) zum Abendrot", zu einem dunklen Zweck erschafft. Bree schildert ihre Reise mit der Armee Neugeborener, die aufgebrochen ist, um Bella Swan und die Cullens zu vernichten ... Liebe, Furcht und unheilvolle Entscheidungen prägen vom ersten Augenblick an das kurze zweite Leben der Bree Tanner.
[Quelle: Amazon]
 
Es ist schon einige Zeit her seit ich das Buch gelesen habe, trotzdem möchte ich noch eine kleine Rezension dazu schreiben.
Vorweg muß ich sagen, dass ich den Hype um Twilight nicht nachvollziehen kann. Ich habe alle Bücher gehört, weil ich wissen wollte wie diese Geschichte es schafft Lesemuffel dazu zu bewegen wieder zu lesen, konnte aber nichts Besonderes daran entdecken.
Um das Ganze komplett zu machen, habe ich mir dann von einer Kollegin Biss zum letzten Sonnenstrahl ausgeliehen und muß sagen, dass mir diese kleine Sidestory von den Biss-Büchern am Besten gefallen hat.

In Biss zum letzten Sonnenstrahl geht es um Bree, eine junge Vampirin, die wir in Biss zum Abendrot kennengelernt haben. Sie war Teil der Armee, die Victoria aufgestellt hat um sich an den Cullens zu rächen. Bree wollte aber eigentlich nicht kämpfen und Carlisle hat ihr ein Friedensangebot unterbreitet. Doch die Volturi kannten keine Gnade. Deshalb weiß man auch schon zu Beginn von Biss zum ersten Sonnenstrahl wie die Geschichte ausgehen wird. Das ist aber nicht schlimm, denn das Interessante sind sowieso die Ereignisse davor.
Man erfährt im Laufe des Buches wie Bree zum Vampir wurde und wie ihr Leben unter den vielen Neugeborenen verlief.  Es war nicht unbedingt einfach als Außenseiterin ein einigermaßen sicheres Leben unter den anderen Vampiren zu führen, doch Bree hat ihre Nischen gefunden. Und als sie zu einem Beutezug mit dem Unterführer Diego eingeteilt wird kann sie endlich beginnen ihr zweites Leben zu genießen. Zuerst war sie davon ausgegangen, dass Diego genauso mies wie ihr Anführer Riley ist, weil die Beiden augenscheinlich Freunde sind, aber auf ihrer nächtlichen Tour lernt sie einen ganz anderen Diego kennen in den sie sich verlieben und mit dem sie irgendwo weit weg ein neues Leben beginnen könnte.

Mir gefällt dieses Buch des Biss Universums am Besten, weil es einen relativ faszinierenden Einblick in die wilden Neugeborenen gibt. Wie schafft man es eine Meute extrem starker und blutgieriger Vampire zu verstecken und unter Kontrolle zu halten? Was passiert wenn jemand sich dieser Kontrolle entziehen will? Es ist eine ganz andere Geschichte, ohne heile Welt und ohne übertriebene Liebesgeschichte.
Vielleicht hätte mir das Buch nur noch besser gefallen, wenn es nicht aus der Ich-Perspektive erzählt worden wäre. Ich kann mir vorstellen, dass ein allwissender Erzähler noch ein ganz anderes Flair hätte verbreiten und die Geschichte eigenständiger erscheinen lassen können.
Was ich auch sehr schön finde ist der Originaltitel "The Short Second Life of Bree Tanner". Er verspricht einem nicht zu viel, denn er zeigt auch Leuten, die Eclipse nicht kennen, schon im Vorfeld wie die Geschichte ausgehen wird. Wer hier ein Happyend erwartet ist fehl am Platz. Aber auch der deutsche Titel ist passend, denn Sonnenstrahlen sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Geschichte.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich dieses Vampirbuch eigentlich sehr gerne mag, hätte es doch nur nichts mit Twilight zu tun.. *seufz* Es ist traurig, dass fast alle Twilight Fans es negativ bewerten nur weil es anders als die anderen Bücher ist, dabei macht das doch meiner Meinung nach gerade den Charm dieses Buches aus.

Freitag, 5. August 2011

Vielleicht bald auf dem SuB?

Ich muß ja gestehen, dass ich mich nicht intensiv um Neuerscheinungen kümmere. Ich habe ein paar wenige Newsletter abonniert und hoffe da ab und zu auf ein nettes Buch zu stoßen.
Und heute ist das vielleicht passiert^^
Ich finde "Weit im Norden" von Marcel Theroux hört sich ganz spannend an und auch der Schreibstil könnte mir gefallen.
Hier mal der Buchtrailer dazu:



Hat da vielleicht schon jemand irgendwelche Erfahrungen? Auf Englisch gelesen oder kennt andere Bücher des Autors?

Dienstag, 2. August 2011

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

Infos zum Buch:
Der Herr der Ringe
Die zwei Türme
von J.R.R. Tokien
Verlag: Der Hörverlag
Laufzeit: 19 Std. (ungekürzt)
ASIN: B005CQEDGE
34,95€ bei Amazon
Klappentext:
Der Bund ist zerbrochen und die Wege der Gefährten trennen sich. Nachdem Frodo und Sam sich alleine auf den Weg zum Schicksalsberg machen, müssen Aragorn, Legolas und Gimli sich auf die Suche nach den beiden Hobbits Merry und Pippin begeben und treffen dort auf einen alten Wegbegleiter...

In würdiger Nachfolge und in Gedenken an Achim Höppner liest Gert Heidenreich Teil zwei der Fantasytrilogie in der Übersetzung von Wolfgang Krege und folgt den Gefährten auf ihren Abenteuern in Mittelerde. Auch für den zweiten Band hat die Tolkiengesellschaft die Auswahl für das umfangreiche Booklet getroffen: Die Geschichte der Völker Mittelerdes wird fortgesetzt, den Auenland-Kalender und Schrift und Lautung der alten Sprachen.
[Quelle: Audible]
Der zweite Teil ist nun auch geschafft, ging sogar relativ schnell. Jetzt warte ich auf den dritten Teil, keine Ahnung wann Audible den rausbringt *seufz*
Da ich der Meinung bin, dass eigentlich alle außer mir den Herrn der Ringe kennen, fasse ich mich mal wieder kurz:

Die Gemeinschaft des Ringes zerfällt und die Gefährten gehen von nun an getrennte Wege.
Sam und Frodo machen sich alleine auf den Weg nach Mordor. Pippin und Merry werden von einer Bande Orcs entführt und Aragorn, Gimli und Legolas nehmen die Verfolgung auf.
Fast den ganzen ersten Teil des Buches verfolgt man gespannt die Hatz auf die Orcs. Auf die Folter gespannt wird man, als die Reiter von Rohan sich einmischen und die drei Freunde fast nicht weiterziehen lassen wollen. Schmunzeln muß man wenn man erlebt wie Merry und Pippin sich aus dem Staub machen und Fangorn aka Baumbart begegnen.
Erleichtert ist man, als Gandalf endlich wieder auftaucht und die Geschehnisse wieder in die Hand nimmt. Leiden tut man in der zweiten Hälfte des Buches mit Frodo und Sam, die sich alleine, später mit Gollum zusammen Richtung Schicksalsberg durchschlagen. Zum Glück begegnen sie unterwegs noch einem Freund, Faramir, dem kleinen Bruder von Boromir.

Wenn ich geschrieben habe, dass sich der erste Teil kaum vom Film unterscheidet, so können beim zweiten Teil die Unterschiede kaum gravierender sein.
So wird im Film häufig das erzählt was zwischen den Zeilen steht. Das ist meiner Meinung nach auch nicht schlimm. Was ich aber mehr als furchtbar finde, ist die Darstellung von Faramir und Théoden. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich nur jedem, der bis jetzt nur die Filme gesehen hat, empfehlen zumindest das zweite Buch zu lesen. Théoden ist ein edler König, kein feiger und Faramir ist ein sehr gutherziger Mensch, kein einziges Mal hat er nach dem Ring verlangt.
Ich denke mit Veränderungen in den Geschichten muß man sich bei Verfilmungen abfinden, aber was man meiner Meinung nach nicht dulden muß sind Veränderungen der Charaktere.

Aber wieder genug mit den Vergleichen zwischen Film und Buch, dieses Mal würde ich definitiv zum Lesen raten. Es ist sehr schön geschriebene Fantasy. Wie es ältere Geschichten so an sich haben manchmal ein wenig langatmig, aber das gehört einfach dazu. Und mir machen so alte Geschichten immer sehr viel Spaß.

Zum Sprecher muß ich sagen, dass Gert Heidenreich es irgendwie nicht schafft das besondere Flair, das Achim Höppner verbreitet hat, aufrecht zu erhalten. Gut gelesen ist es dennoch, aber man weint Herrn Höppner nach. Es ist wirklich traurig T_T