Samstag, 23. Juli 2011

A Dark Champion

Infos zum Buch:
A Dark Champion
von Kinley MacGregor
Verlag: Avon
374 Seiten
ISBN: 0060565411
5,99€ bei Amazon
Klappentext:
The beautiful Rowena detests war and all who fight it - and would never allow a knight like Stryder of Blackmoor into her heart.
But even the renowed Lady of Love needs a champion...

Das zweite Buch aus meinem Gewinn ist geschafft. Es handelte sich dabei wieder um eine romantische Liebesgeschichte. Nach "Mine Till Midnight" dachte ich, ich wüsste was mich erwartet. Doch falsch gedacht..^^

Rowena ist die Erbin großer Ländereien in Südengland. Wer sie heiratet wird einer der mächtigsten und reichsten Männer des Landes. Aber Rowena hat große Ansprüche an ihren Zukünftigen, Ritter kann sie überhaupt nicht leiden, sie hätte lieber einen Troubadour, der weiß was Liebe ist. Doch damit ist König Henry nicht einverstanden. Durch die Lage von Rowenas Ländereien wünscht er sich einen Mann der in der Lage ist das Land zu verteidigen sollte es zu einem Angriff kommen.
Deshalb überzeugt die Königin ihren Gatten von einem hinterlistigen Plan. Der Sieger des diesjährigen Ritterturniers wird Rowena heiraten. Wenn Rowena es aber schafft den Ritter Stryder von Blackmoor zu überreden für sie am Turnier der Barden teilzunehmen und zu gewinnen, so darf Rowena sich ihren Ehemann selbst aussuchen. Dabei hat die Königin im Sinn, dass sich Stryder und Rowena bei den Übungsstunden für den Sängerwettstreit näher kommen und schlußendlich von sich aus heiraten. Denn Stryder von Blackmoor ist der eindeutige Wunschkandidat des Königs als Rowenas Ehemann. Dieser Plot ist aber noch nicht alles, was das Buch zu bieten hat, es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang. Stryder von Blackmoor ist Anführer einer geheimen Bruderschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder zu befreien, die als Pfand gefangen gehalten werden. Denn Stryder und seiner Brüder waren einmal solche gefangenen Kinder, die sich aber selbst aus den Fängen der Sarazenen befreien konnten.
Um dieser Aufgabe uneingeschränkt nachgehen zu können hat Stryder sich geschworen niemals zu heiraten.
Und nun taucht während des Turniers nicht nur Rowena auf und verlangt von ihm zu singen, was er genauso sehr hasst wie Rowena Ritter nicht ausstehen kann, sondern auch noch ein mysteriöser Killer der Araber, der versucht Stryder die Morde, die geschehen, in die Schuhe zu schieben.

Nach "Mine Till Midnight" hatte ich auch bei diesem Buch einen gedruckten Porno erwartet, aber weit gefehlt. Es kamen zwar Sexszenen drin vor, aber eindeutig nicht so oft und viel dezenter. Zwar lässt Stryder keine Gelegenheit aus zu erwähnen wie sehr er Rowena in diesem Augenblick will, aber meistens beherrscht er sich, weil es genau in dieser Situation unangebracht ist und die Ereignisse entwickeln sich dann auch nicht in die Richtung, dass Sex trotzdem möglich wird. Dafür war ich schonmal sehr dankbar. Leider war die Geschichte am Anfang so schrecklich vorhersehbar und klischeehaft. Das Vorhersehbare ist zwar bis zum Ende geblieben, aber irgendwie sind einem die Charaktere trotz ihrer Klischeehaftigkeit irgendwo ans Herz gewachsen.
Stryder ist der furchtbar gutaussehende, sehr reiche und unbesiegbare Champion des Königs und kann sich vor Frauen kaum retten. (Es gibt da so Szenen, die mich an Bilder aus dem Fernsehen erinnern, wenn ein Teeniestar versucht durch die Menge seiner Fans zu gehen..) Trotzdem ist er sehr feinfühlig und ein Ehrenmann durch und durch. Rowena verabscheut Krieg und alles was damit zu tun hat und predigt Liebe. Da sie selbst Lieder zu diesem Thema schreibt und diese als Troubadourin singt und auch sonst ihre Meinung vehement vertritt ist sie bei sehr vielen Menschen, vor allem den Rittern, nicht sonderlich beliebt. Oft wird sie die "Bitch of Sussex" genannt und ausgelacht. Trotzdem bleibt sie stolz und vertritt weiterhin ihre Meinung. In einem offenen Wortgefecht kann ihr kaum jemand die Stirn bieten.
Soviel zum Thema Klischeehaftigkeit der Charaktere^^ Auch das erste Zusammentreffen von Stryder und Rowena ist das pure Klischee, sie stürzt, er fängt sie auf.. blabla.. Aber dennoch kann man sich irgendwann nicht der Ehrenhaftigkeit von Stryder entziehen. Er ist einfach ein guter Mensch.. Und Rowena tut einem einfach nur leid, wenn man entdeckt, dass die bösen Worte doch nie so einfach an ihr abprallen wie sie den Leuten gerne weismacht. Schön ist es auch zu sehen wie der anscheinend so sanfte Kit langsam aber sicher den Mut zeigt offen dazu zu stehen was er wirklich ist. Und natürlich darf man auch miterleben, dass der große Feind in Wahrheit doch ein gutes Herz hat.
Vom Schreibstil würde ich jetzt mal sagen, ist das Buch nicht so gut wie Mine Till Midnight, aber die Charaktere mochte ich gegen Ende hin einfach doch lieber, ebenso wie die Tatsache, dass Sex eben nicht im Vordegrund stand, sondern die Lösung der vielen Probleme, allen voran natürlich die Zwiespälte, in denen Stryder und Rowena steckten.

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