Freitag, 24. Juni 2011

Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

Infos zum Buch:
Der Gottkaiser des Wüstenplaneten
von Frank Herbert
Verlag: Heyne
603 Seiten
Erscheinungsjahr: 1982
ISBN: 3453186869
9,95€ bei Amazon
Klappentext:
Dreieinhalb Jahrtausende sind auf Arrakis vergangen, dem ehemaligen Wüstenplaneten der Atreides. Die Welt hat sich gewandelt, ist durch technische Mittel fruchtbar geworden. Die einst so stolzen Fremen, die Reiter des Shai-Hulud, der gigantischen Sandwürmer, sind nur noch ein Schatten ihrer selbst: touristische Attraktionen, >Museumsfremem< genannt. Doch es gibt noch ein Stück Vergangenheit auf Arrakis, sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt: die Wüste Sareer. Und dort lebt Leto II., Sohn des Paul Atreides, des einstigen Herrschers, den man Muad'dib nannte. Doch Leto ist kein Mensch mehr. Seit Jahrtausenden vollzieht sein Körper eine Wandlung, geht eine Symbiose mit dem Shai-Hulud ein. Er hat seine Menschlichkeit hingegeben, um die Menschheit zu retten. Er tritt als Gott auf und verlangt absolute Unterwerfung. Doch seine Gegner wissen, daß er verletzlich ist - und sie verfügen über teuflische Waffen, um ihn zu vernichten.

Dieses Buch ist höchstwahrscheinlich genau das Richtige für Politikvernarrte. Also eigentlich überhaupt nichts für mich. Ich mag es trotzdem. Es ist das vierte Buch in der Duneserie und bildet ein wichtiges Verbindungsstück zwischen der Anfangsgeschichte um Paul und seinen Kindern und der späteren Hauptstory.
Selbstverständlich wird meine Zusammenfassung Spoiler für diejenigen enthalten, die noch nicht "Der Wüstenplanet" und "Die Kinder des Wüstenplaneten" gelesen haben. Aber wie immer werde ich mich bemühen so wenig wie möglich zu verraten.

Etwa 3000 Jahre nach dem uns bekannten Duneuniversum. Leto II., der Gottkaiser, regiert die gesamte Menschheit und hält sie in einem erzwungenem Frieden. Dies bedeutet für sie keine Freiheit, kein Selbstbestimmungsrecht, der Gottkaiser herrscht über alles. Die Umwandlung Arrakis' ist derweil abgeschlossen, aus dem einstigen Wüstenplaneten ist ein grünes Paradies geworden. Einzig die Sareer, eine kleine Wüste, erinnert noch an das einstige Aussehen des Planeten.
Siona hat sich zur Aufgabe gemacht einen Weg zu finden wie man den Gottkaiser besiegen kann, nicht so leicht, denn er gilt als unsterblich und unverwundbar. Und doch dringt sie in seine Zitadelle ein und schafft es einige von Letos Tagebüchern zu stehlen. Der Gottkaiser macht sich darüber jedoch wenig Sorgen, er vermeidet es zwar zu sehen wie und wann er sterben wird, aber dass er sterben wird, weiß er und auch wozu es geschehen muß. Siona lässt er aus diesem Grund und noch einem anderen am Leben. Sie ist die Tochter seines Majordomus und eine Atreides. Ein Produkt seines eigenen Zuchtprogrammes um die Menschheit zu retten.

Der Gottkaiser des Wüstenplaneten ist für mich ein ganz besonderes Buch im Dunezyklus weil es wirklich einzigartig dasteht. Es spielt auf einem Arrakis, das wir so nicht wieder sehen werden. Die Wüste ist verschwunden, das Gewürz gibt es nicht mehr. Leto kontrolliert die Gilde, die Bene Gesserit, die Tleilaxu und die Ixianer durch Gewürzabgaben aus seinen geheimen Lagern. Seine Fischredner lieben ihn, viele andere hassen ihn und doch können sie nichts gegen den "Wurm" ausrichten. Und dann taucht Hwi Noree auf und Leto weiß, dass sie eine Waffe sein soll und doch ist er nicht in der Lage sich ihrem Wesen zu entziehen.

Leto führt sehr viele Gespräche mit seinem Duncan, Moneo, Hwi und vielen anderen. Immer lernt man andere Aspekte seiner Art zu herrschen und Beweggründe seines Handelns kennen. Es ist wirklich spannend das Buch zu lesen, denn der Charakter des Gottkaisers ist wirklich komplex und sehr verwirrend. Und doch auch nachvollziehbar. Wer jedoch nichts öder als lange Dialoge rund um das Thema Politik und Beweggründe für dieses und jenes Handeln findet, für den ist dieses Buch vielleicht nicht unbedingt etwas. Es gibt zwar einen Handlungsbogen, aber diesen könnte ich in einigen wenigen Sätzen zusammenfassen. Mittelpunkt sind Letos Dialoge.

Infos zum Buch:
Der Gottkaiser des Wüstenplaneten
von Frank Herbert
Verlag: Lübbe Audio
Laufzeit: 19 Std (ungekürzt)
Erscheinungsjahr: 2010
29,95€ bei Amazon
Die Hörbuchfassung:
Leider haben sich die ersten drei Bände dieser Serie wohl nicht sonderlich gut verkauft. So wurde der Erscheinungtermin für den "Gottkaiser" nicht eingehalten. Lange war unklar, ob wir ihn überhaupt je in die Finger bekommen würden obwohl die Aufnahmen eigentlich schon fertig waren.
Irgendwann kam dann die Nachricht von Lübbe, dass dieses Hörbuch nur als Download veröffentlicht werden wird und nie als CD Fassung in den Handel kommt. Leider! Da ich die Aufmachung der CDs ja wirklich schätze!
Wieder mußte man warten bis es endlich soweit war. Lübbe veröffentlichte den Gottkaiser zuerst über ihre Webseite. Schnell war der Download dann auch über Amazon erhältlich und schlußendlich auch über Audible.
Leider merkt man, dass Lübbe ein Geld mehr in die abschließenden Arbeiten gesteckt hat. Die Qualität der Sprecher ist gleich geblieben, aber die Einspielung der Musik ist teilweise hundsmieserabel. So versteht man ganz am Anfang Simon Jäger kaum, weil die Musik viel zu laut ist. Im Verlauf des Hörbuchs passiert es dann, dass die Musik völlig unpassend einsetzt.
Es ist wirklich schade, dass diese tolle Serie in Deutschland wohl nie zu Ende gebracht wird. Ich werde mich bald an die englischen Fassungen trauen müssen.. *seufz*

Für die raVenport SF Challenge hier noch die Punkteverteilung:

(Hab ich erwähnt, dass ich 10 Punkte Verteilungen verdammt schwer finde? 5 Punkte wären leichter -.-)
Ich denke ich werde dieses Buch in die Kategorie
♀ Venus (Soft-Science-Fiction)
einsortieren.
Ich denke man kann schon sagen, dass der Charakter Letos und die Beziehung zwischen ihm, Hwi, Duncan und Siona im Vordergrund stehen. Die Handlung, Technik etc. steht eher im Hintergund.

Kommentare:

  1. Huch, gibts für die Challenge etwa ne eigene Punkteverteilung? Ôo hab ich noch gar nicht mitbekommen =D

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  2. Joa, gibt es. Aber ich habe inzwischen auch eine Mail bekommen, und im Newsletter stand es ja auch, dass es nicht schlimm ist wenn man ein 5-Punkte System hat^^

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