Dienstag, 3. Mai 2011

Leseblüten Fantasy 2011

Infos zum Buch:
LeseBlüten Band 3 - Fantasy 2011
von verschiedenen Autoren
Verlag: piepmatz
224 Seiten
12,95€ bei piepmatz
Klappentext:
Diese Fantasy-Sammlung umfasst 29 Kurzgeschichten von insgesamt 23 Autoren aus Deutschland, Italien und der Schweiz.
Das vorgegebene Genre Fantasy findet sich nicht nur in Vampir- oder Drachenerzählungen wieder. Nein, die unterschiedlichen Kurzgeschichten handeln beispielweise auch von einem Phönix, einem Gnom, einem Multicolor-Karnickel, einem Schattengarten, Katzenfrauen, ganz vielen anderen zauberhaften Wesen oder auch einfach nur Menschen, die Übersinnliches erleben - in ihren Träumen, in Zwischenwelten, in ihrem Leben vor oder nach dem Tod.
Ein wahrhaft märchenhaftes Buch voller Zauber, Magie und vor allem viel Fantasie

Da wären also die 29 Geschichten auch geschafft^^
Zum Teil haben sie mir große Freude bereiten, zum Teil hat es mich etwas genervt, dass so viele Geister auftauchten, die ihrer großen Liebe etc. hinterher schmachteten. Ich hatte ja mit vielen Vampiren gerechnet, aber die ruhelosen Seelen haben sie noch übertroffen.
Spontan möchte ich eben die Geschichten nennen, die mir sofort im Gedächtnis haften geblieben sind:
Vom Kind, das auf den Mond wollte und auf einen Stern fiel, Necronomicom, Des Nachts in der Küche bei Hänschen zuhaus', Aus der Asche, Von Zylinderhüten, Kaninchen und Fliegenpilzen, Katzenzorn, Meine Suche nach Antworten in Walhall
Viele andere fand ich einfach nicht gut oder der Titel im Inhaltsverzeichnis sagt mir gar nichts mehr.
Daran sieht man mal wieder wie wichtig aussagekräftige Titel sind^^
Mein absoluter Favorit ist aber die Zylinderhut-Geschichte! Ich habe mich vor Lachen gekringelt. Das Multicolor-Karnickel ist einfach Top! Aber auch viele gefühlvolle Geschichten haben mir gut gefallen.
Nun aber ein paar Einblicke in meine Favoriten:

Vom Kind, das auf den Mond wollte und auf einen Stern fiel
von Barbara Avato
Ein Märchen inspiriert durch ein Sprichwort.
Ich finde die Geschichte einfach sehr schön und auch gut geschrieben.
Ein Mädchen bezeichnet den Mond als ihren besten Freund und versucht einen Weg zu ihm zu finden.
Jeder den sie fragt möchte weder mitkommen noch kann er ihr helfen. Aber das Mädchen gibt nicht auf, bis sie eines Tages jemanden findet, der von einer Leiter weiß, die in den Himmel reicht, doch wo sie sich befindet kann sie ihr nicht sagen.
Aber das Mädchen gibt nicht auf und sucht weiter bis es die Leiter endlich findet und erklimmt.

Necronomicom
von Christian Allner
Du mußt mir glaube ich noch mal erklären wie genau der Titel mit der Geschichte zusammen hängt, das hat mein Erbsenhirn leider nicht rausfinden können. (Für meinen Freund war es im Übrigen eindeutig, aber erklären konnte er es mir nicht..)
Julia schreibt einen Brief an Gabriel, diesen Brief liest auch der Leser.
In ihm schildert sie, wie ihr im Gegensatz zu den meisten Menschen, auffällt, dass die Welt sich ständig verändert. Auch Dinge, die allgegenwärtig sind, sind nicht jeden Tag gleich, sie verändern sich und niemand scheint es zu merken.
Doch Julia bemerkt diese Dinge und findet sich bald als Spielzeug des toten träumenden Gottes wieder.
Sie glaubt daran zu Grunde zu gehen und schreibt deshalb diesen Brief in dem sie alles erklärt.
Mir gefällt diese Geschichte, weil sie hervorsticht. Das Thema ist nicht abgekaut und stimmt einen nachdenklich. Kaum eine Geschichte in diesem Buch schafft es, dass man noch im Nachhinein über sie nachdenkt.

Des Nachts in der Küche bei Hänschen zuhaus'
von Barbara Avato
Wieder eine schöne Geschichte. Hier erwachen die Gegenstände einer Küche des Nachts zum Leben.
Ich habe mich an Disneys "Die Schöne und das Biest" erinnert gefühlt.
Es hat mir einfach Spaß gemacht die Story zu lesen.

Aus der Asche
von Andrea Julia Deak
Wieder etwas, das aus der Masse der anderen hervorsticht. Ein menschlicher Phönix, dazu verdammt einmal im Monat zu verbrennen und aus der Asche wieder aufzuerstehen.
Aus der Vorlage könnte man viel machen, finde ich^^

Von Zylinderhüten, Kaninchen und Fliegenpilzen
von Silke Wiest
Hier hatte ich wirklich den meisten Spaß!
Eine Alice im Wunderland-Geschichte auf Drogen.
Sie ist einfach soo abgedreht! Und dabei gut geschrieben. Hat zwar auch die ein oder andere Schwäche aber ist trotzdem super.

Katzenzorn
von Ulrich Spottke
Auch diese Geschichte sticht durch ihr Setting hervor. Das sind Catgirls mal anders. Irgendwie musste ich die ganze Zeit an die Mongolei denken, keine Ahnung warum. Mir haben außerdem die Kampfszenen gefallen, sie waren gut beschrieben. Wenn ich daran zurück denke habe ich nur Bilder im Kopf und das ist doch die Kunst, solche Szenen so darstellen, dass sie bildlich und nicht plump wirken.

Meine Suche nach Antworten in Walhall
von Juliane Küllmer
Die vorletzte Geschichte der Anthologie. Es ist zwar auch eine dieser "Geist"-Liebesgeschichten, aber sie war doch anders. Wohl auch durch das Setting. Lilium ist zwar tot, gelangt aber danach nach Walhall, wo sie viele andere kennenlernt. Sie fühlt sich magisch von dem abweisenden angezogen und der Helbaum führt sie eines Tages in Versuchung.
Ich meine, was will man mehr, eine schöne Badboy Lovestory plus Atemanhaltfaktor^^

Alles in allem würde ich sagen, dass es sich gelohnt hat diese Geschichtensammlung zu kaufen.
Es gibt da einige Autoren, nach denen ich in Zukunft mal die Augen offen halten werde.
Etwas schade fand ich, dass die Anthologie wohl nicht so breit vertrieben wird. Bekommen tut man sie nur direkt über den Verlag, um Lieferzeiten kommt man also wohl leider nicht herum.
Mein Fazit: 23 Geschichten auf 224 Seiten für 13 €, da kann man doch nicht meckern. Ich bin froh, dass ich mir das Buch bestellt habe.

Kommentare:

  1. Ich hab ja nur vier Monate gebraucht, um dir darauf zu antworten. *hüstel* ... Nein, ernsthaft: Entschuldige, aber ich hab seinerzeit den Artikel wohl einfach nur übersehen und bin jetzt erst zufällig drauf gestoßen.

    Ich fühle mich übrigens geehrt, dass dir meine Geschichte so gut gefallen hat. Nachdenklich stimmen und herausstechen sollte sie wirklich und das hat sie anscheinend auch gut geschafft. :)

    Was den Hintergrund zu "Necronomicon" angeht: das Grundsetting der Geschichte habe ich seinerzeit beim Horror-Autor H. P. Lovecraft entlehnt. Lovecraft selbst hat die Geschichten um den Cthulhu-Mythos und die "Großen Alten" für jeden Autor freigegeben. In vielen SF- und Fantasy-Serien wird gern darauf angespielt und sogar in "South Park" gab es einen Mehrteiler, in dem Cthulhu auftauchte.
    Und der Begriff "Necronomicon" erklärt sich daraus, dass im Cthulhu-Mythos das Necronomicon ein Kompendium ist, in dem man alles über diese Monster und die toten Götter erfährt.

    Die Geschichte hatte mich inspiriert und ich gab ihr einen eigenen Zwist. Die Kurzgeschichte sollte sich wie ein Brief aus der Bibel oder einem anderen heiligen Text lesen. Und diese vielen kleinen Geschichten sollten dann "mein" Necronomicon ausmachen. Der Name Gabriel stammt u.a. auch vom gleichnamigen Engel. ;)

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  2. Besser spät als nie XD
    Ich hatte mich vor ein paar Jahren mal ein wenig intensiver mit dem Mythos Necronomicon beschäftigt, aber leider sehr viel wieder vergessen. Dass dein Gott auf Chtulhu anspielt habe ich auch verstanden, konnte nur irgendwie nicht den Zusammenhang zum Necronomicon herstellen.
    Die Verbindung zum Engel Gabriel habe ich auch gleich gezogen^^ Habe das bei allen Erzengeln.. Wenn ich den Namen Michael höre hab ich auch gleich eine große Gestalt mit Flammenschwert vor meinem inneren Auge>.<
    Danke für deine Antwort
    Lg^^

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