Freitag, 8. April 2011

Tír na nÓg

Infos zum Buch:
Tír na nÓg
von Sean O'Connell
Verlag: Action Verlag
Länge: 15 Std 14 Min
16,95€ bei Amazon (via Audible)
Klappentext: Meister Aki und sein junger Schüler Cornelis begeben sich auf die Suche nach den letzten Geheimnissen der Welt. Sie treffen auf kleine schwarze Puppen, die den Verstand ihrer Wirte beherrschen, auf Metamorphen, die die Gestalt ihrer Opfer annehmen, auf eine furchtbare Kreatur sowie auf eine Gruppe Unsterblicher, die vor dem Untergang der Erde Zuflucht am ungewöhnlichsten Ort des Universums gefunden hat: Auf der geheimnisvollen Insel Tír na nÓg.


Wenn ich sage: 'Das Beste daran war die Musik am Ende.' ist das gemein, oder?
Ich hatte allerdings wirklich keinen Spaß an diesem Hörbuch, wahrscheinlich ist es wieder ein Buch, das man lieber lesen anstatt hören sollte.
Bei diesen ganzen furchtbaren Namen kommt man gar nicht so schnell mit. Es gibt x verschiedene Völker, alle mit einem komplizierteren Namen als der Vorangegangene, dann noch die Namen der Länder und Kontinente, irgendwann habe ich nur noch abgeschaltet.
Wenigstens sind die Namen der Hauptpersonen einfach, Aki, Cornelis und Raggah.
Genauso einfach ist deren charakterliche Entwicklung, sie ist praktisch nicht vorhanden.
Bei den sporadisch eingeführten "Älteren" hat man mehr das Gefühl einen richtigen Charakter vor sich zu haben als bei den Hauptprotagonisten.
Bei Cornelis warfen sich da bei mir sehr viele Fragen auf. Er ist frisch gebackener Archivar, soweit so gut, er zieht aus um Dinge zu archivieren und weiß von Anfang an, dass dies mit Abenteuern verbunden sein kann. Aber warum um himmelherrgotts Namen interessiert es ihn nicht die Bohne als er erfährt, dass er die ganze Zeit manipuliert wurde, er weiterhin nur nach der Nase von anderen tanzen soll, diese Pläne sein Leben auf's Spiel setzen, sein gesamter Auftrag, den er mit Meister Aki ausführen sollte nur ein Schwindel war und vor allem, warum überlebt er mit 0 Kampferfahrung Kämpfe gegen erfahrene Krieger??
Cornelis Reaktionen sind für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.
Dann ist da noch die Sache mit dem vorgeschobenen Auftrag. Die Gilde der Archivare droht auseinanderzubrechen über der Frage, was die große Naturkatastrophe ausgelöst hat, kollidierende Universen oder ein von Gott gesandtes Wesen?
Cornelis und Meister Aki sollen diese Frage ein für alle mal klären.
Die Älteren leben schon ewig, sie waren dabei, sie müssen es wissen. Und so ziemlich jeder von ihnen hat kein Problem darüber zu sprechen und sehr eindeutige Andeutungen zu machen. Wieso hat niemand vorher einfach mal diese Älteren gefragt?
Und warum lesen die Archivare nicht mal wenigstens ein bisschen in den Büchern, die sie archivieren?
Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass sie alle einfach nur mehr als dämlich sind. Ab der Hälfte des Buches geht es dann mit den Sprüngen in die Vergangenheit los. Man erfährt immer mal etwas aus der Zeit vor To mega Therion, wie die Älteren zueinander gefunden haben, was ihre Ziele waren und wie sie in diese Welt gekommen sind.
Erst hier fügen sich einige Puzzleteile logisch zusammen.
Vorher wird auch schon häufig der Schauplatz gewechselt, diese Sprünge kommen sehr plötzlich und sind dann auch sehr kurz. Man wird immer aus einem Erzählfluss herausgerissen, wird in einen neuen geworfen und gerade wenn man sich an diesen Neuen gewöhnt hat, folgt schon wieder ein anderer.
Ich überlege gerade fieberhaft ob mir zu diesem Hörbuch irgendetwas positives einfällt, spontan ist das nicht der Fall, also komme ich erstmal zum Inhalt.

Cornelis ist gerade mit der Ausbildung zum Archivar fertig. Er wird ausgewählt als neuer Schüler von Meister Aki diesen auf eine hoch wichtige Mission zu begleiten. Sie sollen zur sagenumwobenen Insel Tír na nÓg reisen um dort das Geheimnis der großen Katastrophe, nach der sich die Welt veränderte, zu lüften.
Diese Insel wurde von den "Älteren" mit einigen Sicherungsmaßnahmen versehen. So brauchen Meister Aki und Cornelis einen Schlüssel und ein Buch in dem sämtliche Fallen aufgeführt sind.
Bei ihrem ersten Halt lernen sie außerdem die (gewollt) temperamentvolle Raggah kennen. Sie befreien sie aus der Gewalt eines Steppoko, einer Puppe, die es versteht Menschen wie einen Wirt zu lenken. Schnell ist klar, dass die Anonaki (wird das so geschrieben?) dahinter stecken. Raggah wurde geschickt um die beiden zu töten. So erhält Cornelis das erste Mal eine Ahnung davon auf was er sich bei dieser Mission eingelassen hat.
Bei einem Treffen mit einem Mitglied der Gilde der Archivare erfährt er auch gleich noch, dass er den universellen Fingerprint, als Produkt eines uralten Zuchtprogrammes hat, mit dem es ihm allein möglich ist ein besonderes Schutzschild auf Tír na nÓg zu durchdringen.
Im Laufe der Reise erfährt er immer weitere Details, dass die Welt, in der er lebt, vor der Zerstörung steht und nur diejenigen, die es schaffen den Nabel der Welt, der sich auf Tír na nÓg befindet, zu erreichen die Welt retten können. Auf ihrer Reise begegnen sie einigen der Älteren und so kommt man ziemlich schnell dahinter, dass diese Geschichte nicht auf der Erde spielt, sondern in einer Welt, die von den Älteren erschaffen wurde. Sie wurde aus einigen Fakten von der alten Erde, aber auch aus sehr vielen Mythen erschaffen. So ist diese Welt von Tír na nÓg zum Beispiel eine Scheibe, kein unförmiges Ei. Da dies der erste Teil und der zweite noch nicht erschienen ist, weiß man auch noch nicht wie alles ausgeht und ich persönlich werde es wohl nie erfahren^^

Hm.. fällt mir jetzt was positives ein? Vielleicht, dass die Idee von der Erschaffung einer Welt, die auf der Verflechtung so vieler alter Mythen basiert, ganz interessant ist. (Wenn ich nur mehr als die Sache mit der Welt als Scheibe und Gottes Monster erkannt hätte..)
Ich persönlich finde diese Welt nicht gut ausgearbeitet, die Charaktere unter aller Sau und naja..
Der Vorlesestil gefiel mir auch nicht, es waren sehr viele Pausen drin, oft hatte man das Gefühl als wären die einzelnen Teile schlecht zusammen geschnitten. Der Sprecher hat zwar versucht unterschiedliche Tonlagen für die Charaktere zu treffen, hat es aber nicht durchgehend geschafft.
Wie gesagt, die Musik am Ende fand ich eigentlich gar nicht so schlecht..
Ich hoffe wirklich, dass das meiste an der Hörbuch Fassung liegt und es als Buch besser ist!
Vielleicht erreicht mich ja Ende des Jahres, wenn die Papierfassung erschienen ist, eine Meldung die das bestätigt!^^

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