Freitag, 3. Dezember 2010

Schneller als der Tod

von Josh Bazell







Ich mag es ja, wenn ein Schriftsteller so richtig schön unverblümt und frei heraus schreibt.

Und das tut er bei diesem Buch. Allerdings würde auch gar nichts anderes zu einem Auftragskiller der Mafia passen, der aus der Ich-Perspektive erzählt.

Das Buch ist quasi in 2 Teile unterteilt, zum einen spielt es in der Vergangenheit. Wie er zum Töten kam bis zu dem Moment wie er ausstieg, und zum anderen was gerade in der Gegenwart passiert und wie ihn seine Vergangenheit einholt.

Das Buch ist relativ kurz, also gut mal was für Zwischendurch. Ich habe ca. 1 1/2 Arbeitstage gebraucht, dann war es leider schon alle..

Aber hören geht ja eh meistens schneller als selber lesen. Gesprochen wird es übrigens von Christoph Maria Herbst. Er versucht jedem Charakter eine eigene Stimme zu geben, ich finde allerdings, dass ihm kaum schöne Stimmen gelungen sind (außer die des Ich-Erzählers). Muß halt noch ein wenig üben

Aber wieder zurück zum Buch. Mir persönlich hat nicht gefallen wie die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart umgesetzt worden sind. Das war mir immer zu abrupt. Auch fiel es mir ziemlich schwer der kaum vorhandenen Story in der Gegenwart zu folgen. Das könnte allerdings daran liegen, dass ich in letzter Zeit nur dicke fette, ausgewachsene, lineare Storylines vorgesetzt bekommen habe.

Nun ja, das war für mich ein kleines Manko, aber sonst sehr nett und der Sprachstil gefiel mir halt auch sehr gut.

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